Üppige Auswahl: Der Saisonkalender für den Herbst

Üppige Auswahl: Der Saisonkalender für den Herbst

Üppige Auswahl: Der Saisonkalender für den Herbst

Der Herbst zieht ins Land doch die Saison für erntefrisches Obst und Gemüse ist noch lange nicht zu Ende: Kohlsorten, Kürbisse, Nüsse, Pflaumen und vieles mehr bereichern, kulinarisch wie gesundheitlich, unseren Ernährungsplan. Besonders für herzhafte Gerichte eignet sich das Herbstgemüse und auch die Obstsorten, die jetzt geerntet werden. Sie sind ein wahrer Gaumenschmaus. Wie schon in den vergangenen Saisonkalendern verschaffen wir euch einen Überblick zu erntefrischem saisonalem Obst und Gemüse.

Üppige Auswahl: Der Saisonkalender für den Herbst

Die späten Obst- und Gemüsesorten:

Zu den späten Gemüsesorten zählen vor allem Kürbisse, Kohlsorten und Wurzelgemüse. Viele von ihnen können bis in den Dezember hinein geerntet werden. Grünkohl zum Beispiel schmeckt erst, wenn er nach dem ersten Frost geerntet wird. Zu den herbstlichen Obstsorten gehört vor allem das Schalenobst, zu dem Nüsse und Esskastanien zählen. Weiterhin mehrere Sorten Kernobst und schließlich noch Zwetschgen, die dem Steinobst angehören. Auch Salate gibt es im Herbst noch erntefrisch zu erwerben, wie zum Beispiel Chicorée oder Feldsalat, letzterer kann sogar über den ganzen Winter hindurch gepflückt werden.

Die herzhaften Gemüsesorten:

Das typische Herbstgemüse sind Kürbisse, die nicht nur zum Verzehr, sondern auch gerne als Dekoration verwendet werden. Sie gehören zum Fruchtgemüse und werden ab Mitte August in vielfältigen Größen und Farben bei uns auf den Märkten und in Lebensmittelläden angeboten. Ihre Erntezeit geht bis in den November hinein. Die gängigsten Sorten sind Hokkaido und Butternut-Kürbis, aber auch Bischofsmütze, Patisson Muskat- und Spaghettikürbis (nach dem Kochen lässt sich sein Fruchtfleisch ganz einfach in dünne „Spaghetti“ zerteilen) sind beliebte Speisekürbisse. Sie alle haben eines gemeinsam, sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Zink und Vitamine der Gruppen A, C, D und E.

Die meisten Kohlsorten wie Rot- und Weißkohl, Blumenkohl, Brokkoli sowie Kohlrabi gibt es erntefrisch ab Sommer bis Anfang November, Wirsingkohl sogar bis Dezember. Bei Rosenkohl und Grünkohl beginnt die Saison erst Ende Oktober, gedeiht aber dafür den ganzen Winter über, bis Ende Februar im Freiland. Dem Kohlgemüse sagt man Heilkraft nach, vor allem der im Kohlsaft enthaltene Eiweißbaustein Methylmethionin verhindert Darmbeschwerden und schützt vor Magen- und Darmgeschwüren. Kohlwickel werden noch heute bei Entzündungen und Gelenkschmerzen angewandt. Im Kohlgemüse finden sich die Vitamine A, B, E und K ebenso, wie die Mineralstoffe Calcium, Eisen und Magnesium.

Zum Wurzelgemüse, das vom Sommer bis November geerntet wird, zählen Rote Beete, Sellerie, Petersilienwurzel, Radieschen und Möhren. Von Oktober über den Winter bis März könnt ihr frisch und regional Meerrettich, Pastinaken, Topinambur und Schwarzwurzeln erwerben. Die letzten drei sind leider eher wenig beachtetes Gemüse. Das liegt zum Teil daran, dass sie hierzulande wenig angebaut werden oder durch andres Gemüse verdrängt wurden – wie beispielsweise Pastinaken durch Möhren und Kartoffeln. Die nahrhaften Rüben und Knollen sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium und Magnesium.

Die vollmundigen Obstsorten:

Zum Kernobst, das erst Ende des Sommers bis Oktober, November geerntet wird, gehören Äpfel, Birnen, Quitten und Weintrauben. Zum späten Steinobst zählen Zwetschgen. Sie alle sind wahre Gesundmacher, wirken gegen freie Radikale, senken den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, kurbeln durch ihre Ballaststoffe die Verdauung an und vieles mehr. Sie sind kalorienarm und reich an Vitaminen (besonders Vitamin E), Betacarotin, Mineralstoffen (vor allem Eisen), Spurenelementen, Folsäure, und sekundären Pflanzenstoffen.

Ebenfalls zu den Herbstfrüchten gehören Schalenfrüchte wie Haselnüsse, Wahlnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse, Mandeln, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse und Esskastanien. Klimatisch bedingt sind sie jedoch vor allem Importware. Die Schalenfrüchte, die bei uns in Deutschland in geringen Mengen angebaut werden, sind Mandeln, Hasel- und Wahlnüsse. Haselnüsse können im gesamten Bundesgebiet gedeihen, während Mandeln eher in milden Weingebieten angebaut werden. Der größte Wahlnussanbau in Deutschland befindet sich im Raum Freiburg. Ihre Erntezeit ist von September bis November. Nüsse gelten als gesunde Energielieferanten, sie sind gut für Herz und Kreislauf, reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und ungesättigten Fettsäuren, vor allem Wahlnüsse enthalten viel Omega 3 Fettsäuren.

Esskastanien (Maronen) gehören ebenfalls zu den Nüssen, enthalten aber im Gegensatz zu ihren Verwandten kaum Fett. Sie wurden in den Weinbauregionen eingebürgert und haben die gleiche Erntezeit wie Nüsse. Sie helfen bei Verdauungsproblemen, wirken entzündungshemmend und helfen überschüssige Säure abzubauen. Die Maronen enthalten zudem zahlreiche Spurenelemente und Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor, die für Knochen und Zähne wichtig sind.

Die ausdauernden Salate:

Zu den Salaten, die noch Minusgrade aushalten, zählen vor allem Chicorée, Portulak, und Feldsalat, die über den ganzen Winter bis März geerntet werden können, sowie Endiviensalat und Radicchio, die bis Ende November Saison haben. Salate haben kaum Kalorien und viele Ballaststoffe, die die Verdauung positiv beeinflussen. Sie sind reich an Vitamin C, Kalzium, Kalium, Phosphor, Magnesium und Folsäure. Feldsalat enthält besonders viel Vitamin A und durch seinen hohen Jodgehalt ist er eine Alternative zu Fisch. 

Wie schon im Winter, Frühling und Sommer bringt auch der Herbst, wie ihr seht, viel gesundes und wohlschmeckendes Gemüse und Obst auf den Tisch. Die Gemüsesorten sind für deftige Gerichte geeignet, die nach der leichten Sommerküche für die kühlere Jahreszeit eine leckere Abwechslung bringen. Die im Herbst verfügbaren Obstsorten sind ideal für leckere Kuchen und Eingemachtes und auf frischen Salat muss auch keiner verzichten. Wir haben hoffentlich euren Appetit angeregt und durch unser Schaubild eine klare Übersicht für einen schmackhaften Herbst geschaffen. Wir wünschen euch damit einen erntefrischen Einkauf.

Quellen: