Tomate – Ernte und Konservierung

Endlich ist es so weit, die Tomatenernte hat begonnen, vielmehr die Hauptsaison. Worauf ihr bei eurer Tomatenernte achten solltet und auch wie ihr am geschicktesten erntet, das verraten wir euch hier.

Erntezeit:

Es gibt sehr frühe Sorten, die schon ab Juni/Juli geerntet werden, aber auch späte Sorten, die noch bis in den Oktober hinein reifen. Die mittlere Erntezeit ist Juli/ August. Allerdings ist der Zeitpunkt für die Tomatenernte nicht nur von der Sorte abhängig, sondern auch vom Standort der Pflanze und natürlich vom Wetter.

Bei kühler, feuchter Witterung dauert die Reifezeit länger als in trockenen warmen Sommern. Auch ein sonniger, geschützter Standort der Tomatenpflanze begünstigt den Reifeprozess.

Am besten schmecken die Tomaten, wenn sie voll ausgereift sind und eine satte Farbe, der jeweiligen Sorte entsprechend, haben. Deshalb wartet lieber noch ein paar Tage, wenn die Tomaten noch hart sind und grüne Stellen aufweisen. Ist die Tomate reif, schneidet sie oberhalb des Stielansatzes mit einer Schere ab. So bleiben die sogenannten Kelchblätter weiterhin an der Frucht und die Haltbarkeit verlängert sich. Da die Tomaten nicht alle gleichzeitig reif werden, könnt ihr während der Erntezeit täglich frische Tomaten pflücken. Wenn ihr sie in den darauffolgenden Tagen nicht verbraucht, dann bewahrt die Tomaten an einem luftigen, trocknen Ort auf. Auf keinen Fall gehören sie in den Kühlschrank, dort würden sie ihr Aroma verlieren und schneller schimmeln.

Nachreifen:

Es gibt Gründe, die für eine Ernte noch unreifer Tomaten sprechen. Das sind angekündigte Frostnächte, eine Regenfront oder wenn ihr im Urlaub seid und nicht ernten könnt.

Falls ihr eure Tomaten in einem unreifen Zustand ernten müsst, dann könnt ihr diese an einen warmen trockenen Ort, in einen flachen Korb, auf einen Teller oder einem Tablet zum Nachreifen legen. Licht spielt beim Nachreifen keine Rolle. Die Tomaten sollten sich nicht berühren, damit verhindert ihr, dass eine faulende Frucht andere ansteckt. Habt ihr mehrere Schichten zu lagern, dann legt Zeitungspapier dazwischen. So können die Tomaten gut nachreifen.

Alleskönner-Tipp: Geht es euch nicht schnell genug, dann legt einen Apfel dazu, der begünstigt den Reifeprozess.

Tomaten konservieren: So geht‘s

Wenn eure Ernte euren Bedarf übersteigt, dann gibt es verschiedene Methoden um sie für einige Monate haltbar zu machen. Die wichtigsten Methoden haben wir für euch zusammengestellt.

Trocknen:
Getrocknete Tomaten haben ein herzhaftes, kräftiges Aroma und sind sehr vielseitig verwendbar. In Öl eingelegt als Antipasti, mit Kräutern für Nudel-Gerichte, zum Verfeinern von Suppen und Soßen, als Zugabe in Salaten und vieles mehr.
In südlichen Ländern trocknet man die Tomaten direkt an der Sonne im Freien. Leider haben wir dafür zu wenig Sonnentage, deshalb braucht ihr entweder einen Dörrapparat oder einen Backofen.

Einen Backofen hat vermutlich jeder, deshalb zeigen wir euch diese Methode. Zum Trocknen solltet ihr nur voll ausgereifte Tomaten nehmen, die säubert ihr und schneidet sie in Scheiben. Kleine Tomaten wie beispielweise Cherrytomaten halbiert ihr. Anschließend entfernt ihr die Kerne und bei weichen Früchten den Saft, so beschleunigt ihr den Trockenvorgang.

Danach werden die Tomatenstücke eingesalzt, um die Flüssigkeit zu entziehen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legt ihr nun die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten. Im Backrohr werden sie 6-7 Stunden bei 90 Grad getrocknet. In die Backofenklappe klemmt ihr einen Kochlöffel, damit Luft entweichen kann. Anschließend werden die abgekühlten, trockenen Tomatenstücke in luftdichte Schraubgläser gefüllt und an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahrt.

Einlegen in Öl:
Eine sehr delikate Variante ist das Einlegen der getrockneten Tomaten in Olivenöl.
Dazu legt ihr eure Trockentomaten und geschälten Knoblauchzehen, gewürzt mit Salz, Thymian- und Rosmarinzweigen in saubere Gläser. Dann übergießt ihr den Inhalt mit Olivenöl, so dass alles bedeckt ist und verschließt die Gläser luftdicht. Ihr solltet die Tomaten so mindestens eine Woche ziehen lassen. Im Kühlschrank halten sich eingelegte Tomaten über mehrere Wochen. Wenn der Inhalt verbraucht ist, könnt ihr das aromatische Öl noch für Salatdressings verwenden.

Einkochen:
Wenn ihr gerne Pasta mit Tomatensoße esst, dann empfehlen wir euch eure Tomaten einzukochen. Dann habt ihr immer einen Vorrat an leckerem Tomatensugo (Soße-Variante aus Tomaten) der garantiert besser schmeckt als jeder gekaufte.

Dazu benötigt ihr:

  • zwei Kilogramm Tomaten
  • 200g Zwiebeln
  • drei Knoblauchzehen
  • einen Bund frischer Kräuter wie Basilikum, Thymian und Oregano
  • Salz, schwarzen Pfeffer, Cayennepfeffer
  • 2 Tl. Zucker
  • Olivenöl

Zuerst wird das Olivenöl in einem Topf erhitzt und die Zwiebeln darin glasig angedünstet. Knoblauch nur kurz mitdünsten, danach die gewaschenen, kleingeschnittenen Tomaten und Kräuter dazugeben und mit den Gewürzen und dem Zucker abschmecken. Mindestens eine Stunde köcheln lassen. Wer möchte, kann die Soße mit dem Pürierstab pürieren. Anschließend den heißen Tomatensugo in Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Deckel stellen. Kühl und im Dunklen gelagert hält sich der Sugo mehrere Monate.

Einlegen süß-sauer:
Eine andere Variante ist das süß-saure Einlegen der Tomaten. Das geht am besten mit kleinen Tomaten, wie Kirschtomaten.

Ihr braucht dafür:

  • zwei Kilogramm Tomaten
  • 750ml Weinessig
  • 6 Schalotten
  • 1000g Zucker
  • Knoblauchzehen nach Geschmack
  • Pfefferkörner, Senfsamen, und ein paar Pimentkörner

 

Die Tomaten werden gewaschen und die Schalotten schneidet ihr in Ringe. Zusammen mit dem Knoblauch und den Schalottenringen schichtet ihr die Tomaten in Gläser mit Schraubverschluss. Der Essig wird mit dem Zucker und den Gewürzen in einem Topf erhitzt und so lange gekocht bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann von der Kochstelle nehmen und in die Gläser mit den Tomaten füllen, bis sie komplett mit Flüssigkeit überdeckt sind. Sofort verschließen und ein paar Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen. Die Soße passt gut zu gebratenem Fleisch, Geflügel und Fisch.

Jetzt habt ihr einige Tipps für die Tomatenernte und deren Konservierung erhalten. Probiert das, was für euch zusagt, einfach aus. Und wenn ihr noch was Außergewöhnliches zum Thema kennt, dann lasst es uns wissen. Wir freuen uns darüber. Schreibt uns einfach über unsere Social-Media-Kanäle an.

Quellen:

Tomaten ernten – ab wann? Infos zur Erntezeit – Tomatenernte
https://www.tomaten.de/tomaten-ernten-erntezeit/
Abgerufen am 07.08.2020

Tomaten: ernten, lagern und konservieren
https://www.plantura.garden/gartentipps/tomaten-ernten-lagern-und-konservieren
Abgerufen am 11.08.2020

Tomaten selber trocknen
https://eatsmarter.de/ernaehrung/news/getrocknete-tomaten-selber-machen 
Abgerufen am 11.08.2020