Selbstmanagement im Haushalt – So schaffst du dir Routine

Routine, Ordnung und Struktur in einen Haushalt zu bringen ist nicht immer so einfach wie du denkst. Für viele Aufgaben, die täglich anfallen, benötigt man mehr Zeit als man hat. Die Folge: Die Aufgaben werden halbherzig erledigt und es entsteht langsam, aber sicher ein immer größeres Chaos – und der Schmutz ist auch nicht wirklich weg. Um dem entgegenzusteuern, helfen kleine Babysteps, eine angenehme Routine im Haushalt zu schaffen und alle anfallenden Aufgaben ohne einen riesigen Zeitaufwand zu bewältigen. Wir haben für euch einige Tipps zusammengestellt, die ihr direkt umsetzen und in eurem Alltag einbauen könnt.

So schaffst du Routine - Kleine Aufgaben sofort erledigen mit dem 3-Minuten-Trick

Chaos und Unordnung entstehen nicht immer durch unerledigte große Aufgaben. Oft sind es genau die aufgeschobenen, weniger zeitaufwendigen kleinen Aufgaben, die sich häufen und für Unordnung sorgen. Mit dem 3-Minuten-Trick gewöhnst du dir Schritt für Schritt an, kleine Aufgaben nicht mehr aufzuschieben, sondern direkt zu erledigen. Wie der Name verrät, werden alle Aufgaben, die weniger als drei Minuten Zeit beanspruchen, sofort erledigt. Beispielaufgaben im Haushalt dafür sind: Bett morgens direkt nach dem Aufstehen ordentlich machen; Geschirr direkt abspülen oder in die Spülmaschine räumen; Kleidung abends zurück in den Kleiderschrank einräumen.

Mit etwas Routine kann man auch wenig Zeit nutzen!

Besonders an stressigen Tagen erscheint es einem so als hätte man keine Sekunde zum Durchatmen. Wenn solche Tage sich häufen und man NIE Zeit für den Haushalt hat, stapelt sich schnell das Geschirr in der Küche oder der Wäscheberg im Bad. Dabei musst du dir für den Haushalt nicht unbedingt mehrere Stunden Zeit nehmen. Nimm dir an Tagen mit einem vollen Terminkalender 10-15 Minuten Zeit, um beispielsweise die Küche in Ordnung zu bringen. Stelle dir dazu einen Timer und mache in der Zeit so viel wie du schaffst. Mit diesem Trick schaffst du auch bei wenig Zeit immerhin ein bisschen Ordnung, auch wenn das Ergebnis nicht perfekt ist. Wenn du diesen Trick öfters anwendest, wirst du dir automatisch eine hilfreiche Grundordnung und Aufräumroutine angewöhnen. So brauchst du in Zukunft vielleicht wirklich nur zehn Minuten, um deinen Haushalt auf Vordermann zu bringen.

Regelmäßig anfallende Aufgaben in eine Routine bringen

Bestimmte Aufgaben fallen in einem mehr oder weniger gleichmäßigem Rhythmus an. Beispielsweise die Bettwäsche zu wechseln, wirst du nicht jeden Tag machen, sondern vielleicht einmal in der Woche oder alle zwei Wochen. Solche Aufgaben eigenen sich wunderbar für eine feste Routine. Mache dir dafür zunächst eine Liste mit allen Aufgaben, die in einem ungefähren Rhythmus anfallen und plane dir ein, an welchen Tagen in der Woche du diese erledigst. Sei nicht frustriert, wenn es dir am Anfang noch schwer fällt, dich an den Plan zu halten. Markiere dir für den Anfang ein oder zwei Aufgaben, bei denen du dich streng an deinen Plan halten wirst und gewöhne dir nach und nach eine Routine an, in die du alle weiteren Aufgaben integrierst.

Nutze deinen Biorhythmus

Zählst du zu den Lerchen, den Eulen oder bist du eher dazwischen? Jeder von uns hat einen ganz eigenen Biorhythmus, der darüber entscheidet, wann wir am produktivsten sind und wann wir es besser ruhig angehen lassen. Grade bei Haushaltsaufgaben ist es nicht immer einfach sich zu motivieren. Nutze daher deine produktiven Stunden vom Tag, um wichtige Aufgaben zu erledigen. Ob das bei dir eher früh morgens, mittags oder am späten Nachmittag ist, musst du für dich selbst herausfinden. Tipp: Belohne dich für deine erledigten Aufgaben. Hast du deine Aufgaben morgens schon hinter dich gebracht, kannst du dich beispielsweise bei einer Tasse Kaffee entspannen. Hast du deine Aufgaben am späten Nachmittag oder Abend erledigt, kannst du dir danach eine angenehme Dusche gönnen. Egal zu welchem Typ du zählst: Nutze deine effektive Stunde und plane auch zukünftig jede Routine nach deinem persönlichen Biorhythmus ein.

Mammutaufgaben zerlegen

Große Aufgaben, wie beispielsweise die Wäsche, nehmen viel Zeit in Anspruch und können dadurch schnell abschreckend wirken. Als Folge wird die Wäsche aufgeschoben und wächst als Aufgabe mit jedem Tag mehr und mehr an. Versuche daher solche Mammutaufgaben zunächst einmal in kleinere Teilaufgaben zu zerlegen und diese nach und nach zu erledigen. 

Zum Beispiel zerteilst du die Mammutaufgabe “Wäsche” in folgende Teilaufgaben:

Wäsche sortieren; Erste Wäscheladung in der Waschmaschine waschen; Wäsche aufhängen/in den Trockner räumen; Wäsche bügeln und/oder zusammenlegen; Wäsche in den Schrank räumen. Viele Informationen und Tipps zum Thema Wäschewaschen findest du übrigens auf unserer Download-Seite!

So kannst du dich auf kleinere Etappenziele konzentrieren, über Mini-Erfolge freuen und dich nicht so schnell von einer Mammutaufgabe demotivieren lassen.

Mit dem "Unschönsten" anfangen

Wir tendieren gerne dazu, unschöne Aufgaben aufzuschieben und uns diesen nicht zu stellen. Sie auf später zu verschieben kann die Aufgabe größer und schlimmer erscheinen lassen, als sie eigentlich ist. Nimm dir stattdessen vor, das “Schlimmste” als erstes am Tag zu erledigen und es einfach hinter dich zu bringen. Danach fühlst du dich nicht nur erleichtert, du kannst dich auch viel besser auf die angenehmeren Aufgaben konzentrieren.

Wir hoffen unsere Tipps haben euch weitergeholfen! Welche Tipps und Tricks kennt ihr aus eurem Alltag? Hinterlasst uns und unserer Community gerne einen Kommentar auf unseren Social-Media-Kanälen.

Quellen