Schluss mit A+++: Die neuen Energielabels kommen

Ab 1. März 2021 werden von der EU für elektrische Geräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke, Wäschetrockner, Weinlagerschränke, Lampen, Fernseher und elektronische Monitore, neue Energielabels eingeführt. Wir stellen euch die neuen Energielabels vor und zeigen euch die Unterschiede.

Warum Energielabels?

Das Energielabel gibt Aufschluss über die Energieeffizienzklasse eines Geräts und ist für sämtliche elektronische Geräte und Lichtquellen in allen europäischen Ländern Pflicht. Für die Verbraucher, die beim Kauf auf Nachhaltigkeit achten und Strom sparen möchten, ist diese Kennzeichnung eine große Entscheidungshilfe. Laut einer Sonderumfrage der Europäischen Kommission berücksichtigen 79% der Verbraucher*innen das Energielabel beim Kauf ihrer elektronischen Produkte. Gleichzeitig sind die Hersteller gefordert, möglichst effiziente Geräte herzustellen. Doch mittlerweile erreichen die meisten Geräte die obere Effizienzklasse und sind somit in ihrer Aussagekraft gemindert. Mit veränderten Messverfahren und neuen Prüfmethoden wurde deshalb von der EU eine strengere Klassifizierung beschlossen.

Das ändert sich

Kennzeichnung:
Die wichtigste Änderung ist die Abschaffung der Plus-Klassen (+++, A++, A+). Das siebenstufige Farbschema bleibt zwar erhalten aber die Skala reicht von A bis G. Insgesamt werden alle Produkte einer neuen Effizienz-Klasse zugeordnet. Mit der Umstellung auf die neue Skala steigen auch die Anforderungen an die Geräte, so dass sich zunächst keine Geräte, die im Handel verkauft werden, in der obersten Klasse (A oder B) befinden werden. Nicht weil sie schlechter geworden sind, sondern weil sie den neuen Anforderungen nicht mehr genügen und neue sparsamere Produkte diese Klassifizierung erhalten sollen.

Neue Piktogramme:
Die Piktogramme auf dem Energielabel haben sich in ihrem Design etwas verändert, so dass sie leichter verständlich und aussagekräftiger als bisher sind. Zudem haben sich Angaben zum Wasserverbrauch vereinfacht. Neu sind auch ergänzende Angaben wie zum Beispiel das Volumen der Kühl- und Gefrierfächer eines Kühlschranks und die Bewertung der Geräuschemission eines Geräts. Ebenso ergänzend sind die Angaben des Wasserverbrauchs sowie die Durchlaufdauer der Eco-Programme. Bei Fernsehgeräten wird die Bildschirmdiagonale nicht nur wie bisher in cm und Zoll, sondern auch die Bildschirmauflösung in Pixeln angegeben.

QR-Code:
Das neue Energieetikett eines jeden Geräts enthält einen QR-Code. Wenn dieser mit dem Smartphone gescannt wird, führt er zur europäischen Produktdatenbank und somit zu ausführlicheren Informationen des Geräts. Diese Neuerung wird in Zukunft Verbraucher*innen den Zugang zu weiteren Produktdetails erleichtern.

Quellen