Save the bees – Warum Bienen so wichtig sind

Am 20. Mai ist der Weltbienentag. Dieser wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf den weltweiten Rückgang der Bienenpopulationen und den dringend notwendigen Schutz der Bienen als Bestäuber aufmerksam zu machen. Auch für Hauswirtschafter*innen sind Bienenschutz und Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema und kommt sowohl in der Ausbildung als auch im Beruf immer wieder vor. Ob bei der Einkaufsplanung, der Haushaltsführung oder beim Anlegen eines eigenen Gartens. Viele hauswirtschaftliche Betriebe legen daher immer mehr ein Augenmerk darauf, dass sie ihren Gästen oder pflegebedürftigen Personen nachhaltige Produkte und Lebensmittel aus artgerechter Haltung anbieten.

Die unterschiedlichen Bienenarten

Neben der bekannten Honigbiene gibt es noch 560 weitere Wildbienenarten, die in Deutschland beheimatet sind. Dazu gehören auch die Hummel und die Wespe. Weltweit gibt es sogar etwa 20.000 Wildbienenarten, die rund um den Globus fleißig ihre Arbeit machen. Und diese Arbeit ist wirklich wichtig für den Erhalt unseres Ökosystems. Umso schlimmer ist es, dass die Bienen, insbesondere Wildbienen, vom Aussterben bedroht sind.

Übrigens: Nicht alle Bienen nisten in einem Bienenstock. Die meisten Wildbienen sind Einzelgänger und nisten entweder im Boden oder in Pflanzenhalmen und in Fraßgängen von Käfern im Holz. Sie sind daher oft an Waldrändern zu finden, da sie dort mehr Nistmöglichkeiten haben.

Was Bienen leisten

Honigbienen sind für die Herstellung von Honig zuständig. Das ist eine sehr harte Arbeit, denn um einen Kilo Honig herzustellen, ist die lebenslange Arbeit von etwa 350 Bienen notwendig. Honig- und Wildbienen sind außerdem auch für die Pflanzenbestäubung unersetzlich und sichern durch die Bestäubung unsere Versorgung mit Nahrungsmitteln. Etwa ein Drittel unserer täglichen Nahrung ist alleine von der Bestäubungsarbeit der Bienen abhängig! Rund 80% aller Nutz- und Wildpflanzen werden durch Honig- und Wildbienen bestäubt. Eine Biene fliegt mehr als 2.000 Blüten pro Tag an. Hätte man nicht die Bestäubung durch die Biene und müsste beispielsweise per Hand bestäuben, würde der Ernteertrag um mehr als die Hälfte sinken. Deshalb sind die Bienen nach den Schweinen und den Rindern die drittwichtigsten Nutztiere in Deutschland.

Warum Bienen bedroht sind

Durch den vermehrten Ackerbetrieb wurden große Flächen von Wildblumenwiesen zerstört. Dadurch sind nicht mehr genügend Pflanzen vorhanden, die als Nahrungsquelle für Wildbienen dienen. Auch der fortschreitende Klimawandel bedroht besonders die Wildbienen. Durch die milden Winter sind sie verwirrt und schlüpfen oft zu früh, bevor die Pflanzen, ihre natürliche Nahrungsquelle, blühen. Hinzu kommen Schädlinge, wie die asiatische Varroa-Milbe. Diese macht sowohl der Honigbiene als auch den Wildbienen zu schaffen. Die kleine Milbe ernährt sich vom Blut der Bienen und bringt dabei Bakterien und Viren mit.  Da die heimischen Bienen keine Abwehrmechanismen gegen die asiatische Varroa-Milbe haben, führt ein Befall in den meisten Fällen bei den Bienen zum Tod.

So retten wir die Biene

Anlässlich dem Weltbienentag am 20. Mai haben wir für euch hier ein paar Tipps, wie ihr den Bienen beim Überleben helfen könnt:

  • Bienen brauchen Nahrung: Habt ihr einen Garten, einen Balkon oder eine andere Möglichkeit Pflanzen und Blumen zu pflanzen? Prima. Dann könnt ihr den Bienen in eurer Umgebung mit einer bienenfreundlichen Bepflanzung, wie Krokusse, Sonnenblumen, Astern, Beerensträucher und Wildblumen, eine wertvolle Nahrungsquelle bieten.
  • Butterblumen, Gänseblümchen und Löwenzahn sind kein „Unkraut“ sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und sollten unbedingt in Ruhe gelassen werden!
  • Ein Bienenhotel als Nisthilfe im Garten oder auf dem Balkon einrichten!
  • Beim Einkaufen auf Bio-Label achten.
    Beispielsweise „Pro Planet“, „Bioland“ oder „Biozyklisch-Veganer Anbau“.
  • Honiggläser vor dem Entsorgen immer ausspülen! Reste im Honigglas können zu Faulbrut führen – einer ansteckenden Bienenseuche.

Habt ihr noch weitere Tipps, um den Bienen beim Überleben zu helfen, die ihr vielleicht schon umgesetzt habt? Schreibt uns gerne unter unserem Social-Media-Post zu diesem Blog-Beitrag einen Kommentar und lasst es uns wissen.

Quellen