Regrowing: Gemüsereste müssen nicht weg!

Habt ihr schon einmal etwas über den Begriff „Regrowing“ gehört? Nein, dann wird es Zeit. Denn anstatt viele eurer Gemüsesorten, wie Porree, Romana-Salat, Frühlingszwiebeln oder Stangensellerie, nur einmal zu verwenden und die übrig gebliebenen Abfälle zu entsorgen, könnt ihr sie auch einfach nachwachsen lassen. Das klingt „nachhaltig“ und das ist es auch.

Wir haben es mit Frühlingszwiebeln und Porree in der heimischen Küche ausprobiert. Das Ergebnis unseres Versuchs haben wir für euch dokumentiert. Außerdem erklären wir euch, wie ihr Vorgehen dabei müsst. Dann könnt ihr das Ganze selber ausprobieren und auch in Zukunft häufiger anwenden.

Lasst uns beginnen:

Ihr nehmt euch Porree und/oder Frühlingszwiebeln und trennt mit einem Küchenmesser mindestens zwei Zentimeter oberhalb der Wurzel und das Speicherorgan vom Stängel mit den Schloten (oder Schlotten = Blätter) ab. Den abgetrennten Stängel und Schloten könnt ihr einfach wie gewohnt zum Kochen nutzen. Das Speicherorgan mit der Wurzel gebt ihr beispielsweise in eine Schale oder in ein Glas mit Wasser, welches ihr regelmäßig wechseln solltet, und stellt das Ganze an einen hellen Ort. Das kann dann so wie hier in unserem Versuch aussehen:

Ihr werdet bemerken, dass der Stängel bereits einen Tag später wenige Zentimeter nachwachsen wird. Und mit jedem Tag wächst dieser noch ein Stück weiter in die Höhe. Bei unserem Versuch sind die Stängel bereits bis zu zehn Zentimeter nachgewachsen.

Ihr müsst also nicht lange warten, um ein Ergebnis zu sehen. Nach einer weiteren Woche und einigen Zentimetern mehr, haben wir den nachgewachsenen Stängel und seine Schloten zum Kochen genutzt. Die beiden Lauchgewächse könnt ihr sowohl in roher als auch in gekochter Form essen.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was macht man mit dem Gemüserest, die zum wiederholten Male entsteht. Ihr könnt diesen entsorgen oder ihn auch wieder nachwachsen lassen. Dazu müsst ihr das Speicherorgan mit der Wurzel aber dann in die Erde geben. Denn mit der richtigen Pflege lässt sich dieser Vorgang mehrmals wiederholen. Aber auch hier hat es sich dann auch irgendwann mal „ausgelaucht“. Dann kann der Rest des Gemüses guten Gewissens entsorgt werden.

Solltet ihr Interesse an dem Thema „Regrowing“ bekommen haben, dann macht es uns doch einfach nach!

Weitere Informationen zum Thema findet ihr hier:

Beispielsweise wird in YouTube-Kanal „Naturgemacht. – für deinen Vorrat!“, wie in unserem Versuch, Porree und Frühlingszwiebeln zum Nachwachsen gebracht. Schaut euch das Video doch mal an:

Und bei „Geniale Tricks“ wird euch gezeigt wie „Regrowing“ mit Kopfsalat, Staudensellerie, Lauchzwiebeln, Zwiebeln und Knoblauch sowie Minze und Basilikum funktioniert:

Quellen:

Regrow: Diese 10 Gemüsereste wachsen wieder nach! (2020). Abgerufen am 09.09.2020 von Otto Reblog: www.otto.de/reblog/gemuesereste-einpflanzen-24914  

Frühlingszwiebel, nur Stängel und Blätter. (2020). Abgerufen am 09.09.2020 von der Stiftung Gesundheit und Ernährung: www.diet-health.info/de/rezepte/zutaten/in/zf3271-fruehlingszwiebel-nur-staengel-und-blaetter

Regrowing: Das Nachwachsenlassen von Gemüseresten. (2020). Abgerufen am 09.09.2020 von Plantura Magazin: www.plantura.garden/gruenes-leben/regrowing-das-nachwachsenlassen-von-gemueseresten