Regional und saisonal: Der Saisonkalender für den Sommer

Regional und saisonal: Der Saisonkalender für den Sommer

Regional und saisonal: Der Saisonkalender für den Sommer

Obst und Gemüse regional und saisonal einzukaufen, hatten wir euch ja bereits im Frühling empfohlen. Jetzt im Sommer ist das Angebot schier unerschöpflich. Die Regale in den Supermärkten und vor allem die Gemüse- und Obststände auf den Wochenmärkten sind jetzt prall gefüllt mit Freilandangeboten. Ob leuchtend rote Kirschen, pralle Tomaten, frische Salate oder saftige Mirabellen – alles duftet und lädt zum Mitnehmen ein. Damit ihr euch einen Überblick über die Freilandsorten verschaffen könnt, haben wir euch den Saisonkalender für den Sommer zusammengestellt.

Regional und saisonal: Der Saisonkalender für den Sommer

Welches Obst und Gemüse zählt zu den Freilandsorten im Sommer?

Während im Frühling vor allem die Beeren Saison hatten, kommen im Sommer das Kern- und das Steinobst dazu. Zum Kernobst zählen Äpfel und Birnen und zum Steinobst unter anderem Mirabelle, Kirsche und Pflaume. Von den Gemüsesorten sind sowohl Blüten-, Schoten-, Blatt- und Fruchtgemüse als auch Salate erntefrisch zu erwerben.

Die süßen und deftigen Gesundmacher:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Eine Portion entspricht ca. einer Hand voll Gemüse oder Obst, wie beispielsweise einem Apfel oder einem Kohlrabi bzw. einer Hand voll Beeren oder Erbsen.

Ob Beeren, Kern- und Steinobst oder Wurzel-, Blatt- und Knollengemüse – die meisten Obst- und Gemüsesorten bestehen zu 80% aus Wasser und enthalten wenig Fett und Eiweiß, dafür aber jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Avocados und Oliven liefern zudem essenzielle Fettsäuren, das sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Ebenso sind Aminosäuren lebenswichtige Eiweißbausteine für den Körper. Sie kommen z.B. in Hülsenfrüchten und Sojabohnen vor.

Diese Gesundmacher unterstützen unser Herz-Kreislauf-, Verdauungs- und Immunsystem, schützen vor Gefäßerkrankungen, tragen zur Muskelbildung bei, wirken sich positiv auf den Blutdruck aus und halten den Blutzuckerspiegel konstant. Auch wenn die meisten Obstsorten süß schmecken – der enthaltene Fruchtzucker (Fruktose) weist, im Gegensatz zu Glukose (Traubenzucker), einen viel geringeren glykämischen Index auf, was günstiger für die Ernährung ist, da der Blutzuckerspiegel im Körper nicht so schnell ansteigt. Der Ballaststoff Pektin, der vor allem in Äpfeln, Aprikosen, Tomaten und Möhren enthalten ist, regelt zudem den Cholesterinspiegel.

Freilandsorten im Sommer:

Obst:

  • Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Mirabellen, Pflaumen, Stachelbeeren im Juli
  • Äpfel, Birnen, Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren, Kirschen, Mirabellen, Stachelbeeren, Pflaumen im August.
  • Äpfel, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Mirabellen, Pflaumen im September.

 Gemüse:

  • Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Fenchel, Frühlingszwiebeln, Gurken, grüne Bohnen, Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi, Mangold, Paprika, Porree, Radieschen, Rote Beete, Rotkohl, Stangensellerie, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zuckerschoten, Zwiebeln im Juli, August und September
  • Kürbis und Mais kommen ab August.
  • Erbsen und Zuckerschoten gibt es als Freilandware nicht mehr im September, dafür kommen Pastinaken, Spinat und Steckrüben dazu.

Salate:

  • Eichblattsalat, Eisbergsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Portulak und Rucola wachsen im Juli, August und September, auch Radicchio, allerdings noch nicht im Juli

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass es im Sommer die meisten Obst- und Gemüsesorten erntefrisch zu kaufen gibt. Ihr könnt aber, vor allem in den Sommermonaten, viele Fruchtsorten und manches Gemüse selbst ernten, auch ohne eigenen Garten. Rund um Berlin bieten viele Obst- und Gemüsebauern ihre Felder zum Selbstpflücken an. Meistens sind daran Hofläden angeschlossen, in deren Außenbereichen ihr nach getaner Arbeit noch einen Kaffee mit selbst gebackenem Kuchen genießen könnt. Die Adressen dazu findet ihr im Internet.

Quellen