Regional und erntefrisch: Der Saisonkalender für den Frühling

Endlich ist es soweit, das erste Frühlingsgemüse wächst auf unseren Feldern und wir können es regional und erntefrisch kaufen. Regionales Gemüse und Obst muss nicht unreif geerntet werden, da lange Transportwege wegfallen. Somit bleibt die Ware frisch und ein Vitaminverlust wird dadurch vermieden.

Nachdem wir euch im Februar den Saisonkalender für das Wintergemüse vorgestellt haben, wollen wir euch jetzt für den Frühling zeigen welches Obst und Gemüse von April bis Juni bei uns wächst, geerntet und zum Verkauf angeboten wird.

Die frühen Obst- und Gemüsesorten

Zu den ersten Freilandsorten zählen Blattgemüse, einzelne Kohlsorten und Wurzelgemüse. Einige Sorten, wie Spargel oder Rhabarber, werden nur kurze Zeit frisch angeboten, weil danach ihre Wachstumsperiode zu Ende ist und sie sich nicht zum Lagern eignen.

Von den Obstsorten in unseren Regionen sind Beeren die ersten Früchte, die uns aus frischer Ernte angeboten werden. Ebenso zählen zu den frühen Gewächsen Blattsalate.

Mineralstoffreiche Schlankmacher: Blattsalate

Blattsalate bestehen zu 95% aus Wasser und sind daher sehr kalorienarm. Die gesunden Schlankmacher enthalten sehr viel Folsäure, sie ist mitverantwortlich für die Blutbildung und schützt vor Arteriosklerose. Sie enthalten reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Magnesium, aber auch Vitamin B1, B2, C und E. Außerdem versorgten sie uns mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen wie etwa Carotinoiden, Flavonoiden, Phytosterinen oder Polyphenolen. Sie sind gesundheitsfördernd und beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor.

Zu den ersten Salatsorten zählen:
Chicorée und Lollo Rosso im April, gefolgt von Ruccola, Endiviensalat, Eichblattsalat, Eisbergsalat und Römersalat im Mai und letztlich noch im Juni Radicchio. Bei allen Blattsalaten gilt: je frischer die Blätter, desto gesünder der Salat.

Pralle Nährstoffpakete: Frühlingsgemüse

Ob Wurzelgemüse (Rettich oder Spargel), Kohlgemüse (Kohlrabi und Blumenkohl), Fruchtgemüse (Zuckerschoten und Erbsen) oder Blattgemüse wie Bärlauch, sie alle haben einen sehr hohen Nährstoffgehalt und tragen zu unserem Wohlbefinden bei. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe sind in jedem Gemüse zahlreich enthalten. Sie sorgen für unsere Gesundheit und sollten täglich auf unserem Speiseplan stehen. Da alle Gemüsesorten unterschiedliche Nährstoffe enthalten, solltet ihr immer auf Vielfältigkeit achten, um euren Körper mit einer ausgewogenen Ernährung zu versorgen. Ihr solltet das Gemüse möglichst frisch verwenden, da sie durch Lagerung ihre wertvollen Vitamine verlieren.

Zu den ersten Gemüsesorten im Freiland gehören:
Ab Mitte März Bärlauch, der mit seinem intensiven knoblauchartigem Geschmack zu den Zwiebelgewächsen zählt und nur bis zur Blüte Anfang Mai geerntet wird, da er anschließend an Geschmack verliert. Auch Frühlingsspinat, der besonders zart ist, wird in diesem Zeitraum geerntet. Im April wächst der Rhabarber und ihr bekommt den ersten weißen und grünen Spargel frisch zu kaufen. Beide haben nur eine kurze Erntezeit, die bis Ende Mai geht. Ab Mai gibt es auch knackige Mairübchen, zarten Kohlrabi und Zuckerschoten. Ebenso sprießen FreilandRettiche und Radieschen, sie können sogar bis in den Herbst hinein geerntet werden. Im Juni schließlich haben Blumenkohl, Brokkoli, Artischocke, Mangold und Erbsen Hochsaison.

Unterstützer für die Abwehrkraft: Beeren

Beeren enthalten viel Vitamin C, die zur Bildung körpereigener Abwehr beitragen, außerdem Vitamin A, das die Barriere Bildung gegen Viren und Bakterien stärkt, und B-Vitamine, die dem Immunsystem helfen Krankheitserreger zu erkennen. Beeren enthalten darüber hinaus wertvolle, sekundäre Pflanzenwirkstoffe (Farb-, Duft- und Aromastoffe), sie wirken antioxidativ und sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch Mineralien und jede Menge Ballaststoffe sind in Beeren enthalten, die für eine gute Verdauung sorgen.

Zu den ersten Beerensorten  gehören:
Erdbeeren, die eigentlich gar keine echten Beeren sind, sondern Sammelnussfrüchte. Im Mai bekommt ihr sie schon zu kaufen und bis Ende Juni geht ihre Saison. Im Juni folgen dann Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Beeren solltet ihr möglichst zügig verzehren, da sie sie schnell verderblich sind und frisch ohnehin am besten schmecken.

Ihr seht, es gibt schon eine ganze Menge an frühen Gemüse- und Beerensorten, die ihr aus regionalem Angebot kaufen könnt. Im Internet findet ihr jede Menge Rezepte, die gut zum Frühlingsgemüse passen und pünktlich zur Sommersaison erscheint dann auch wieder unser nächster Saisonkalender.

Quellen