Leckere Früchtchen am Strauch: Beeren im eigenen Garten

Herrlich leckere und süße Beeren, frisch gepflückt vom Strauch, wer kann da schon widerstehen? Sie sind eine Zierde für Garten und Balkon, zudem sehr gesund, enthalten viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe und sind wahre Vitaminbomben. Ihr hoher Anteil an antioxidativen Stoffen hält unsere Zellen gesund und hilft Krebs vorzubeugen.

Die ideale Pflanzzeit für Beerensträucher ist im Herbst und im Frühjahr. Wenn ihr sie jetzt im März pflanzt, dann hat es den Vorteil, dass eure Beerensträucher keinem Dauerfrost mehr ausgesetzt sind und die Böden noch schön feucht sind. Die meisten Beerensorten gedeihen übrigens nicht nur im Garten, sondern ebenso gut auf dem Balkon im Kübel. Worauf ihr beim Kauf und Pflanzen der Beerensträucher achten solltet, erfahrt ihr hier.

Hochstamm oder Busch:

Die Wahl der Pflanzen ist abhängig davon, ob ihr sie auf dem Balkon oder im Garten anpflanzen wollt. Für den Balkon eignen sich Hochstämmchen, da sie platzsparend sind. Der Kübel sollte groß genug sein, so dass der Wurzelballen nicht eingeengt wird. Für den Garten eignen sich sowohl hochwachsende Pflanzen als auch buschige Beerensträucher.

Standort und Boden:

Beeren mögen es warm und sonnig bis halbschattig, je schattiger der Standort, desto saurer werden die Früchte. Die Beerensträucher gedeihen gut, wenn sie an einer geschützten, zum Westen oder Süden geneigten Hauswand stehen. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Wenn euer Garten eher schwere, lehmige Böden aufweist, dann könnt ihr ihn mit Sand und einer Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Holzhäcksel auflockern. Sandige Böden könnt ihr mit Steinmehl verbessern. Hornspäne und Kompost versorgt den Boden zusätzlich mit Nährstoffen und fördert die Humusbildung.

Pflege:

Beerensträucher sind Flachwurzler, das heißt die Wurzeln wachsen nicht tief in die Erde hinein, sondern verzweigen sich direkt unter der Erdoberfläche. Das bedeutet, dass sie leicht austrocknen können und deshalb mit einer Mulchschicht abgedeckt werden müssen. Das könnt ihr beispielsweise mit Stroh, Laub oder Rasenschnitt machen. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühling nach den frostigen Tagen und nochmal im Herbst, um die Sträucher vor dem Winterfrost zu schützen. In den ersten Wochen nach dem Pflanzen solltet ihr darauf achten, dass die Erde schön feucht bleibt, sich aber keine Staunässe bildet. Beerensträucher werden direkt nach der Ernte beschnitten, dabei entfernt ihr vor allem die dunklen, älteren Triebe. Die jungen Triebe tragen dann besser und die Früchte werden saftiger und größer.

Beerensorten:

Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren, sie alle sind robuste und pflegeleichte Pflanzen, die ähnliche Bedürfnisse haben. Dennoch gibt es einige Dinge, die je nach Beerensorte unterschiedlich zu berücksichtigen sind, um eine ertragreiche Ernte zu erhalten.

Die vielseitige Johannisbeere:

Es gibt rote, weiße und schwarze Johannisbeeren. Sie unterscheiden sich deutlich voneinander im Geschmack. Während die roten eine sehr säuerliche Note haben, sind die Weißen etwas milder und bei den Schwarzen dominiert ein süßlicher und würziger Geschmack. Alle zusammen ergeben eine schöne Farbenpracht. Sie enthalten viel Eisen und Ballaststoffe und sind vor allem in der Küche sehr beliebt. Sie eignen sich wegen ihres Säuregehalts und ihres kräftigen Aromas hervorragend für Marmelade und Kuchen. Johannisbeersträucher werden tief in die Erde gegeben, so dass der Wurzelballen mindestens fünf bis zehn Zentimeter unter der Erde verschwindet. Je nach Sorte können sie bis zu zwei Meter hoch werden. Die Erntezeit ist je nach Sorte im Juni bis Juli.

Die zarte Himbeere:

Die Himbeere, zart, süß und aromatisch, lässt sich nicht lange lagern und sollte deshalb nach dem Pflücken rasch verzehrt werden. Durch ihre kleinen Samen ist sie reich an Ballaststoffen und sie wirkt entzündungshemmend. Frisch schmecken sie am besten, doch auch als Dessert, zum Beispiel als Eis mit heißen Himbeeren sind sie ein Genuss. Himbeersträucher benötigen viel Platz, denn sie bilden eine Menge Ableger und sind reich an Wurzeln. Im Garten sind zwischen den Sträuchern 40 bis 50 Zentimeter Abstand ratsam. Wenn ihr sie auf dem Balkon in Kübel pflanzen wollt, dann müssen diese mindestens 20 Liter Fassungsvermögen haben. Beim Einpflanzen sollten die untersten Knospen höchstens fünf Zentimeter bedeckt sein. Damit die langen, dünnen Zweige der Himbeersträucher nicht abknicken benötigen sie eine Rankhilfe. Das können Spaliere, Gitter, Holz- oder Metallstäbe sein, an denen die langen Ausläufer festgebunden werden. Da es Sommer- und Herbst-Himbeeren gibt, variiert die Erntezeit von Juni bis in den Oktober hinein.

Die empfindsame Stachelbeere:

Es gibt sie in gelb, grün und rot. Gelbe und grüne Stachelbeeren sind etwas süßer und aromatischer als die Roten. Sie alle haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen und wirken entwässernd. Aufgrund ihres säuerlichen Aromas schmecken Stachelbeeren besonders gut als Marmelade oder Kompott. Die Pflanzen müssen nicht tief in die Erde, sind also auch gut für Kübel geeignet. Sie mögen keine trockene, sandige Erde, deshalb solltet ihr sie, falls nötig, mit Humus anreichern. Stachelbeeren können gut Halbschatten vertragen, die pure Sonne kann sogar zu Sonnenbrand führen. Ja auch Stachelbeeren können Sonnenbrand bekommen, sie werden braun und vertrocknen. Leider werden Stachelbeersträucher gerne von Mehltau (Pilzerkrankung) befallen, mittlerweile gibt es aber auch viele resistente Pflanzen, beim Kauf also darauf achten. Die Erntezeit ist je nach Sorte Anfang Mai bis August.

Die anspruchslose Heidelbeere:

Sie heißen auch Blaubeeren und haben ein mildes Aroma. Sie enthalten besonders viele Tannine, die eine entzündungshemmende Wirkung haben und jede Menge an antioxidativen Stoffen. Ihr zartes Aroma schmeckt man pur vom Strauch gepflückt am besten aber auch im Müsli oder Joghurt sind sie eine leckere und kalorienarme Beilage. Sie werden als Busch und als Hochstämmchen angeboten. Wenn ihr genug Platz habt, solltet ihr zwei unterschiedliche Sorten pflanzen, dann ist der Ertrag durch die Fremdbefruchtung reichhaltiger. Heidelbeeren mögen saure Erde, deshalb solltet ihr in den Kübel oder in das Pflanzloch, Rhododendron-Erde geben. Der Wurzelballen kommt dabei nur so tief in die Erde, dass er noch ein paar Zentimeter heraus schaut. Regenwasser ist bei der Heidelbeere die erste Wahl, denn kalkhaltiges Wasser bekommt ihr nicht so gut. Die Erntezeit für Heidelbeeren ist je nach früher oder später Sorte von Anfang Juli bis September.

Die süße Brombeere:

Sie sind süß, aromatisch und kalorienarm. Nicht nur die Beeren sind gesund, sondern auch die Blätter. Frisch oder getrocknet könnt ihr daraus einen köstlichen Tee zubereiten.
In der Naturheilkunde wird er bei Fieber und Entzündungen eingesetzt. Frisch gepflückt, als Dessert mit Joghurt oder Quark und im Kuchen, Brombeeren schmecken in allen Variationen und enthalten trotz ihrer Süße wenig Zucker. Brombeersträucher sind sehr raumfordernd und müssen im Zaum gehalten werden, sonst wuchern sie ungehemmt in alle Richtungen. Am besten ihr bindet die langen Ruten an ein Spalier. Wenn ihr mehrere Sträucher pflanzen wollt, dann solltet ihr einen Abstand von drei bis vier Meter einhalten. Falls ihr einen Brombeerstrauch im Kübel anpflanzen wollt, so sollte dieser mindestens ein Volumen von 30-40 Liter aufweisen. Da sich im Kübel leicht Staunässe bilden kann, müsst ihr darauf achten, dass das Wasser ablaufen kann. Die Erntezeit variiert ja nach Sorte von Juli bis in den Herbst hinein.

Wir hoffen, dass euch unser Beitrag zu Beerensträuchern dazu angeregt hat selbst welche zu pflanzen und dabei die richtige Auswahl zu treffen. Wir wünschen euch viel Freude dabei und eine reichliche Ernte der süßen Früchtchen.

Quellen: