Lebensmittel richtig lagern – Der Kühlschrank

Der Kühlschrank gehört in jeder Küche zur Grundausstattung – ganz selbstverständlich verstauen wir dort unsere eingekauften Lebensmittel, ohne uns viele Gedanken über die Lagerung zu machen. Bei der Kühlschranklagerung kann man allerdings einiges falsch machen – doch mit ein paar einfachen Alleskönner-Tipps, macht ihr vieles richtig!

Heute wollen wir euch erklären, wie ein Kühlschrank aufgebaut ist und wie ihr ihn so nutzen könnt, dass eure Lebensmittel lange frisch bleiben und die Lagerungszeit gut überstehen.

Oben warm, unten kalt: Die sechs Bereiche eines Kühlschranks

Das kennen wir noch aus der Schule: Warme Luft steigt nach oben, kalte Luft sinkt nach unten. Genauso verhält es sich auch im Inneren eines Kühlschranks – oben ist es mit ungefähr 9 Grad Celsius am wärmsten, unten mit ca. 2 Grad Celsius deutlich kühler. Der Temperaturunterschied zwischen dem oberen und unteren Bereich im Kühlschrank beträgt ungefähr 6 – 7 Grad Celsius.

Das ist auch ganz praktisch so! Denn unterschiedliche Lebensmittel brauchen in der Tat unterschiedliche Temperaturen, damit sie nicht an Frische, Qualität, Aroma und Geschmack verlieren.

Je nach Größe lässt sich ein Kühlschrank in der Regel in sechs Bereiche einteilen – jede „Zone“ ist für die Lagerung von bestimmten Lebensmitteln geeignet:

1 Oben (ca. 9°C): Käse, Eingemachtes, Feinkost (originalverpackt)

2 Mitte (ca. 5°C): Milchprodukte wie Sahne, Quark und Joghurt (originalverpackt, aber auch angebrochen), Tofu und gegarte Lebensmittel in der Frischebox; nicht angebrochene Pflanzengetränke

3 Unten (ca. 2°C): angebrochene Margarine, offene Packungen

4 Gemüsefach (ca. 9°C): Gemüse und Obst

5 Tür – oben (ca. 9°C): Pflanzenöle, Zitronen, Tuben, Konfitüre, Saucen, Senf, Eingelegtes im Glas, Eier

6 Tür – unten (ca. 9°C): Getränke

Mit diesem Basis-Wissen ausgestattet, seid ihr schon einmal gut gegen böse Überraschungen bei der Lebensmittellagerung, wie beispielsweise unangenehme Gerüche oder Schimmel,  gewappnet. Doch das ist noch nicht alles: Mit ein paar unserer Alleskönner-Tipps könnt ihr noch mehr an Qualität und Frische aus eurem Kühlschrank herausholen!

Kühlschrank-Hacks: Mit diesen Tipps bleiben Lebensmittel lange ein Genuss!

Nicht alle Lebensmittel sind im Kühlschrank gut aufgehoben!
Dies trifft vor allem auf so manches Obst und Gemüse zu. Nicht in den Kühlschrank gehören zum Beispiel exotische Obstsorten wie Bananen und Zitrusfrüchte. Aber auch Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini und Auberginen mögen keine kalte Umgebung: Sie verlieren an Aroma und fangen schneller an zu schimmeln. Am besten sagt ihnen eine Temperatur von ca. 15 Grad Celsius wie in einer Vorratskammer zu, aber auch Lagerung bei Zimmertemperatur vertragen diese Gemüse- und Obstsorten gut.

Nicht alle Obst- und Gemüsesorten vertragen sich untereinander!
Der Grund: Ethylen, ein chemischer Stoff, der insbesondere in Bananen, Äpfeln und Tomaten enthalten ist und für andere Obst- und Gemüsesorten wie ein Reifebeschleuniger wirkt. Da Äpfel und Bananen besonders viel Ethylen enthalten, sollten sie besser getrennt voneinander gelagert werden, sonst werden sie sehr schnell braun und matschig.
Alleskönner-Geheimtipp: Natürlich könnt ihr diesen Effekt auch ganz bewusst für euch nutzen, wenn ihr den Reifungsprozess vor allem bei Tomaten, Kiwis und Birnen (diese reagieren sehr stark auf Ethylen) beschleunigen wollt: einfach neben Äpfel oder Bananen legen und beim Reifen zusehen!

Pilze und Brot: nur ohne Kunststoffverpackung!
Häufig werden Brot und Pilze in Plastikverpackungen verkauft – doch zum Lagern sollte die Verpackung besser entfernt werden, damit die Produkte atmen können. Ohne Luftzufuhr werden sie schnell schimmelig. Natürlich könnt ihr diesem Problem auch gut aus dem Weg gehen, indem ihr Brot und Pilze erst gar nicht in Plastik verpackt einkauft, sondern beispielsweise auf Papierverpackung achtet. Dies tut auch der Umwelt gut und ihr vermeidet die Schimmelfalle in eurem Kühlschrank.

Pilze und Brot bewahren übrigens am längsten ihre Frische, wenn sie zum Beispiel in Papier eingeschlagen werden. Für Pilze ist auch ein Geschirrtuch eine gute Lagerungsoption (Einfach darin einschlagen und ab ins Gemüsefach!); Brot bleibt in der Küche bei Zimmertemperatur im Brotkasten länger frisch.

Mit Salat und Kräutern auf Tuchfühlung gehen!
Kräuter und Salat, aber auch generell grünes Blattgemüse wie Spinat und Mangold, bestehen fast zu 100% aus Wasser und verlieren, vor allem wenn sie in Papier gelagert werden, schnell an Feuchtigkeit. Besser ist es, diese Gemüsesorten in ein feuchtes Geschirrtuch einzuwickeln oder in eine Tasse mit etwas Wasser zu platzieren – und dann ab ins Gemüsefach.

Den letzten Tipp könnt ihr auch für Karotten umsetzen – die Tasse sollte zu ca. 1/3 mit Wasser gefüllt sein. Die Möhren bleiben noch länger frisch, wenn ihr das Grün direkt nach dem Einkaufen entfernt; dieses entzieht dem Gemüse nämlich Feuchtigkeit.

Wir hoffen, euch mit diesen Tipps nützliches Wissen rund um die richtige Lebensmittellagerung vermittelt zu haben! Natürlich ist dieses Thema hiermit nicht ausgeschöpft und ihr könnt euch in Zukunft auf weitere Beiträge mit spannenden Fakten freuen!

Was sind eure Erfahrungen rund um die Kühlschranknutzung und Lebensmittelaufbewahrung? Habt ihr vielleicht unsere Tipps schon einmal gehört und bereits ausprobiert oder kennt ihr weitere? Schreibt uns gerne einen Kommentar dazu unter diesen Beitrag auf unseren Social-Media-Kanälen!

Quellen