Knackig frisch: Der Saisonkalender für den Winter

Draußen ist es kalt, da wächst doch nichts – so denkt man. Weit gefehlt! Denn tatsächlich ist auch im Winter viel auf den Feldern los. Doch was wird eigentlich im Winter geerntet? Welches Gemüse hält dem eisigen Frost stand? Die Sorten, die in der kalten Jahreszeit geerntet werden, sind zudem überaus gesund. Wir haben euch einen kleinen Saisonkalender zusammengestellt, der euch einen Überblick über das Wintergemüse verschafft. 

Was ist ein Saisonkalender?

Ein Saisonkalender zeigt in einer Übersicht welche Obst- und Gemüsesorten in welchen Monaten geerntet werden können. Er ist eine kleine Einkaufshilfe für diejenigen, die gerne frisches und regionales Obst und Gemüse kaufen wollen.

Was fällt unter Wintergemüse?

Zum Wintergemüse gehören alle Gemüsesorten, die den kalten Temperaturen standhalten und im Winter geerntet werden. Ebenso zählen Obst- und Gemüsesorten dazu, die lange eingelagert werden können und so den ganzen Winter über zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Rote Beete oder Äpfel und Birnen. Wir haben vor allem Wintergemüse ausgesucht, das direkt nach der Ernte frisch gekauft werden kann.

Vitaminbombe: Wurzelgemüse

Wurzelgemüse sind rundliche oder längliche Rüben mit Wurzeln, die als Energiespeicher dienen. Diese sind ein wahres Nährstoffpaket. Da ihr Wassergehalt sehr gering ist, können Vitamine, Nährstoffe und Mineralien in konzentrierter Form gespeichert werden. Wurzelgemüse ist zudem reich an Ballaststoffen und kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden.

Zum Wurzelgemüse gehören:
Schwarzwurzeln, Pastinaken, Rettich, Rote Beete, Petersilienwurzel, Topinambur, Sellerie und Möhren. Es gibt natürlich noch mehr Wurzelgemüsesorten, aber diese sind winterfest und die meisten davon können bis ins Frühjahr hinein geerntet werden.

Mineralstofflieferant: Kohlgemüse

Kohlgemüse gehört zur Familie der Kreuzblütler, sie alle haben einen hohen Gehalt an Senfölen, die den typischen Kohlgeschmack ausmachen. Kohlgemüse weist jede Menge an Vitaminen und Mineralstoffen auf und enthält besonders viel Eisen. Da alle Kohlsorten schwer verdaulich sind, solltet ihr folgenden Tipp anwenden, um dem entgegen zu wirken: Wenn ihr das Kochwasser für euer Gericht nicht weiterverwendet, sondern wegschüttet und den Kohl mit Kümmel würzt, senkt ihr so das Risiko, später Blähung zu haben.  Grünkohl soll sogar erst nach dem ersten Frost geerntet werden, dadurch schmeckt er milder und aromatischer. Die Kälteeinwirkung erhöht den Zuckergehalt in den Blättern und das reduziert wiederum die Bitterstoffe.

Zu den winterharten Kohlsorten gehören:
Grünkohl, Wirsing und Rosenkohl.

Schlankmacher: Blattgemüse

Blattgemüse sind Gemüsearten, deren Blätter und Stiele zum Verzehr geeignet sind. Es ist reich an Vitamin C, enthält viel Eisen und ist sehr kalorienarm. Wer also seinen Winterspeck mit frischem Wintergemüse loswerden möchte, ist hier bestens aufgehoben. 

Zu den winterfesten Blattgemüsesorten zählen:
Feldsalat, Postelein, Radicchio, Endiviensalat und Spinat. Kleiner Tipp: Da der Spinat reichlich Nitrat speichert, solltet ihr ihn blanchieren, das senkt den Nitratgehalt.

Ihr seht, es gibt eine ganze Menge an frischem Gemüse im Winter. Wenn wir euren Appetit darauf angeregt haben, dann freut euch auf unseren nächsten Beitrag. Dann lernt ihr ein vegetarisches Rezept kennen, für ein einfaches, aber köstliches Gericht.

Mit unserem Saisonkalender geht es natürlich ebenfalls weiter, und zwar im Frühling, wenn es die ersten Früchte gibt. Seid gespannt.

Quellen