Kleine Kräuterkunde – Diese Schätze gehören in jede Küche!

Frische Kräuter, besonders selbst gepflanzte, sind beim Kochen ein wahrer Schatz! Sie haben eine Menge wertvoller Inhaltsstoffe wie Vitamine, ätherische Öle und Antioxidantien. Mit frischen Kräutern in der Küche kannst du nicht nur deiner Kreativität freien Lauf lassen und die Gerichte nach deinem Geschmack variieren, es fällt dadurch auch noch leichter den Überblick über die Inhaltsstoffe zu behalten. Doch diese Schätze müsst ihr nicht jedes Mal neu im Supermarkt kaufen. Wir haben euch fünf beliebte Kräuter herausgesucht und stellen euch kurz vor, zu welchen Gerichten sie am besten passen und wie sie euch lange erhalten bleiben.

Basilikum
Das süßlich-pfeffrige Kraut eignet sich ideal für mediterrane Kräutermischungen und gehört vor allem zu mediterranen Pizza- und Pasta-Gerichten einfach dazu. Doch Vorsicht bei der Zubereitung: Basilikum sollte nicht zu stark erhitzt werden (nicht “totkochen”) sondern lieber sanft erwärmt oder roh genossen werden. Übrigens: Mit frischem Basilikum lässt sich ein unwiderstehlich leckeres Pesto zubereiten.
Die Basilikumpflanze mag es an ihrem Standort am liebsten hell und warm. Beim Gießen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass es nicht zu Staunässe kommt und auch nicht zu einer starken Trockenheit. Regelmäßig gießen für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit heißt hier die Devise.

Thymian
Dieses Kraut mit einem leicht pfeffrigen Geschmack lässt sich prima mit Oliven, Knoblauch, Aubergine, Paprika, und auch Tomate kombinieren. Aber auch Wild, Geflügel, Lamm, Kartoffeln und Fisch harmonieren ideal mit Thymian und bekommen durch das herbe Aroma einen einzigartigen Geschmack. Besonders viel Aroma entfaltet der Thymian nachdem er getrocknet wurde. Dazu einfach das Kraut kopfüber (Stängel nach oben) an einem warmen Platz aufhängen und in Ruhe trocknen lassen.
Der Thymian ist ein mehrjähriges Kraut und wird bis zu 40 cm hoch. Der beste Standort für das Kraut ist sehr sonnig und hat einen entwässerten Boden, der mit Kies vermischt ist. Da Thymian eher weniger Wasser benötigt, reicht es in der Regel aus, die Erde mit einer Sprühflasche zu befeuchten, um eine Überwässerung durch das Gießen zu vermeiden.

Rosmarin
Der zart-herbe Geschmack des Rosmarins passt besonders gut zu Fisch und Gemüse, wie zum Beispiel Kartoffeln, und verleiht dem Essen einen köstlichen südländischen Geschmack. Auch roh zu Antipasti und Käse schmeckt Rosmarin vorzüglich. Wichtig dabei ist, dass der Rosmarin einen sehr intensiven und dominanten Geschmack hat, der sehr schnell durchdringt. Eine sparsame Verwendung ist daher ratsam. Tipp: Auch wenn es ungewöhnlich scheint, Rosmarin passt auch hervorragend zu süßen Speisen wie Gebäck oder Eis.
Die Rosmarinpflanze mag es warm mit einem Boden der entwässert, jedoch nicht vollständig ausgetrocknet ist. Auch hier empfiehlt sich regelmäßiges Gießen für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ohne Staunässe.

Petersilie
Egal ob glatt oder kraus – das frische Aroma der Petersilie verfeinert Saucen, Eintöpfe und leckere Suppen. Auch als Garnitur für die unterschiedlichsten Gerichte kommt Petersilie stets zum Einsatz. Nicht nur lecker, sondern auch noch eine geschmackvolle Vitaminbombe: Petersilie ist vollgepackt mit Vitamin A, B2, C und E sowie Zink.
Das Kraut benötigt viel Sonnenlicht am Tag (mindestens acht Stunden) und sollte daher an einem sonnigen Standort stehen. Wenn nicht ausreichend Licht zur Verfügung steht (zum Beispiel in den Wintermonaten), sollten spezielle Lampen zur Pflanzenbeleuchtung verwendet werden.

Oregano
Die bittere herb-pfeffrige Note des Oregano passt ideal zu Salaten, Fisch, Fleisch und Kartoffelgerichten. Genauso wie Basilikum ist auch der Oregano nicht aus klassischen Tomatensaucen und der mediterranen Küche wegzudenken.
Tipp: In getrockneter Form entfaltet der Oregano ein noch intensiveres Aroma.
Der Boden der Oregano-Pflanze muss locker und entwässert sein. Gießt das Kraut regelmäßig, aber vermeidet unbedingt eine Überwässerung. Der ideale Standort ist ein gut beleuchtetes Fensterbrett mit mittel bis viel Sonnenlicht am Tag oder speziellen Lampen, mit der das Kraut täglich für sechs bis acht Stunden mit Licht versorgt ist.  

Alleskönner-Tipps für übrig gebliebene Kräuter
Falls ihr mal zu viele Kräuter übrighabt, die ihr nicht sofort verwenden konntet, haben wir hier drei Ideen mit denen ihr eure Schätze länger haltbar macht:

Kräuter Öl:
Für ein selbstgemachtes Kräuter Öl steckt ihr einfach ein paar Kräuterzweige in eine Flasche mit kaltgepresstem Olivenöl. Dieses Öl lasst ihr einfach ein paar Tage oder länger ziehen und könnt dann das aromatische Öl zum Kochen, für Salatdressings oder zum Verschenken verwenden. Tipp: Wenn ihr das Öl vorher leicht erwärmt, nimmt es das Aroma des Krauts schneller auf.

Kräuter in der Eiswürfelform
Ihr könnt eure Kräuter in einer Eiswürfelform mit Öl einfrieren. Diese Würfel könnt ihr dann leicht portioniert zum Kochen verwenden.

Gewürzsalz:
Für euer eigenes Gewürzsalz solltet ihr die entsprechenden Kräuter vorher trocknen. Dafür das Kraut einfach am Stängel zusammenbinden und kopfüber an einem warmen Platz trocknen lassen. Das getrocknete Kraut vermischt ihr dann mit Salz und bewahrt es in einem verschließbaren Gefäß auf.

 

Welche Kräuter pflanzt ihr bei euch Zuhause und wie verwendet ihr sie am liebsten in der Küche? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar auf einem unserer Social-Media-Beiträge.

Quellen:

Kreativliste.de
Abgerufen am 08.03.2021
https://kreativliste.de/kraeuter-in-der-kueche/

Chefsicular.de
Abgerufen am 09.03.2021
https://www.chefsculinar.de/kleine-kraeuterkunde-17718.htm

Ikea-unternehmensblog.de
Abgerufen am 09.03.2021
https://ikea-unternehmensblog.de/article/2016/6-tipps-fuer-frische-kraeuter-in-der-kueche

Smarticular.net
Abgerufen am 08.03.2021
https://www.smarticular.net/kuechenkraeuter-in-der-wohnung-ziehen/

Youtube.com (Account von Chefkoch)
Abgerufen am 08.03.2021
https://www.youtube.com/watch?v=2hw-57_nDN0