Herkunft und Anbau der Tomate

Wir mögen sie alle, die ovale, saftige, die dicke fleischige oder die kleine aromatische Tomate. Das mit Abstand beliebteste Gemüse der Deutschen macht mehr als ein Viertel des gesamten Gemüseverbrauches aus. Im Jahr 2018/19 wurden in Deutschland laut Statista, pro Kopf rund 27,2 Kilogramm Tomaten verzehrt.

Das war aber nicht immer so, fast 200 Jahre hat es gedauert bis die Tomate diesen Status erlangte. Wir erzählen euch ein paar interessante Dinge und alles was ihr über die Tomate wissen müsst.

Herkunft der Tomate

Tomaten stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Durch Funde von Samen in archäologischen Ausgrabungsstätten ist bekannt, dass frühe Hochkulturen diese Pflanze schon vor Jahrtausenden kultiviert haben. Christoph Kolumbus und später der spanische Eroberer Hernán Cortéz brachten die Pflanzen mit nach Portugal und Spanien.

Von der Zierpflanze zum beliebten Gemüse

Allerdings hielt man die Tomate damals für eine ungenießbare Giftpflanze und sie wurde wegen ihrer prallen roten Früchte nur als Zierpflanze angebaut. Im 16. Jahrhundert hat man sie vereinzelt als Heilmittel eingesetzt. In manchen Ländern galt die pralle rote Frucht als Apfel der Erkenntnis, der zur Verbannung aus dem Paradies geführt hat, daher wurde die Tomate auch Paradiesapfel oder Liebesapfel genannt.

Im 17. Jahrhundert wurde die Tomate erstmals von den Italienern in der Küche verwendet. Italienische Kochbücher aus dem 16. Jahrhundert weisen zwar auf Gerichte mit Tomaten hin, doch diese wurden stark angezweifelt. Nach und nach verbreiteten sich Tomatenrezepte in Mittel- und Nordeuropa womit auch das Misstrauen gegenüber der Frucht verschwand. Damit errang die Tomate als Nutzpflanze den Durchbruch in Deutschland schließlich im 19. Jahrhundert.

Anbau der Tomate

Tomaten können als Saatgut in kleinen Behältern vorgezogen oder als Setzlinge eingepflanzt werden. Das Einpflanzen von Setzlingen, ob im Kübel oder im Beet, sollte nicht zu früh stattfinden, denn die Tomate ist frostempfindlich. Ungeduldige können in milden Lagen, ab Ende April auspflanzen, müssen aber in frostigen Nächten die Pflänzchen mit Folie abdecken.

Der Abstand der Tomatenpflanzen sollte mindestens einen halben Meter zueinander sein, damit die Pflanzen später genügend Platz haben. Die Erde sollte humusreich und locker sein, zusätzlich solltest du organischen Dünger oder Hornspäne (zermahlene Hufe und Hörner) mit einarbeiten.

Tomaten bevorzugen einen sonnigen warmen Platz, deshalb ist eine Überdachung, die vor Wind oder Niederschlag schützt, empfehlenswert. Das kann ein Folientunnel sein oder ein kleines Gewächshaus, das man auch für wenig Geld selbst bauen kann. Das Material gibt es in Baumärkten und Anleitungen dafür im Internet.

Jetzt habt ihr alles Wesentliche zu den Tomaten gelesen und könnt mit der Aufzucht loslegen. Als nächstes erzählen wir euch, was ihr bei der Pflege der Tomaten beachten müsst. Also seid gespannt auf den nächsten Beitrag.

Quellen: