Herbstzeit ist Kürbiszeit

Mit dem Herbst, kommt der Kürbis. Er wird regional angebaut und seine Saison ist genau jetzt. Es gibt mehr als 800 Sorten, mit unterschiedlichen Größen, Formen und verschiedenen Farben. Manche haben eine glatte Schale, während andere Rillen und Warzen aufweisen oder ein mehrfarbiges Muster besitzen. Was der Kürbis ist und was ihr alles damit machen könnt, erfahrt ihr hier.

Kürbis: Obst oder Gemüse?

Was ist der Kürbis eigentlich, eine Frucht oder eher Gemüse? Gute Frage.
Früchte wachsen an bestäubten und dadurch befruchteten Blüten von Bäumen und mehrjährigen Sträuchern. Gemüse hingegen wächst an einjährigen Pflanzen und muss jährlich neu gesät werden. Der Kürbis weist beide Merkmale auf, er wächst an einer bestäubten Blüte einer einjährigen Pflanze. Da die Botaniker nicht zu einer Einigung kamen, wurde eine dritte Kategorie geschaffen, das Fruchtgemüse, zu dem übrigens auch Tomate, Paprika, Zucchini und Melone gehören.

Woher kommt der Kürbis?

Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde bereits vor 10.000 Jahren angebaut. Ursprünglich kommt er aus Mittel- und Südamerika, doch heutzutage ist er in allen gemäßigten Breitengraden zu finden.

Wie verwendet man den Kürbis?

Man unterscheidet zwischen Speisekürbissen und den Zierkürbissen. Beide sind vielfältig verwendbar. Speisekürbisse können in unzähligen Variationen kulinarisch zubereitet werden: süß oder sauer, gekocht oder roh. Ihre Kerne kann man rösten und als Toppings verwenden. Zierkürbisse sind ungenießbar, dafür kann man sie ganz wunderbar für Dekorationen einsetzten.

Zierkürbisse:

Zierkürbisse sind durch ihre Farb- und Formenvielfalt sehr dekorativ. Besonders zur Halloween-Zeit eignet sich der große Feldkürbis hervorragend als Dekoration. Dazu schneidet ihr mit einem guten Messer ein kreisrundes oder gezacktes Loch um den Stiel. Haltet das Messer etwas angeschrägt, so dass ihr das ausgeschnittene Stück als Deckel verwenden könnt. Dann holt Ihr aus dem Kürbis mit einem großen Löffel das Fruchtfleisch mit den Kernen heraus. Schmeißt das Fleisch nicht weg, denn damit könnt ihr eine leckere Suppe zubereiten. Anschließend malt ihr mit einem Stift Augen, Nase und Mund auf den Kürbis. Anregungen findet ihr zur Genüge im Internet. Danach setzt ihr ein Teelicht rein und schon habt ihr eine wunderbare Deko, die besonders im Dunklen zur Geltung kommt.

Wer keine Lust aufs Schnitzen hat und ein eher kleineres Arrangement bevorzugt, greift einfach zu Zierkürbissen. Die gibt es meistens im bunten Set im Supermarkt oder im Blumenhandel zu kaufen. In einer Schale oder einem Körbchen verteilt ihr die Kürbisse und mischt noch ein paar Kastanien und Eicheln darunter, auch ein paar schöne Herbstblätter dazwischen, machen sich gut.

Aber Achtung: Diese Kürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet. Denn sie enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin.

Speisekürbisse:

Speisekürbisse sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie enthalten viele Vitamine, Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor und regen die Blasen- und Nierentätigkeit an. Die bekanntesten sind Hokkaido-, Butternut- oder der Muskatkürbis. Alle drei könnt ihr mit Schale essen. Allerdings ist bei den beiden letzteren die Schale sehr hart und braucht daher wesentlich länger beim Garen, deshalb ist es von Vorteil sie zu schälen.

Speisekürbisse könnt ihr vielfältig einsetzten – sowohl gekocht als auch roh. Herzhaft als Hauptgericht eignet er sich hervorragend für vegetarische und vegane Gerichte wie Ofengemüse oder Kürbis-Curry. Als Beilage könnt ihr den Kürbis braten, dünsten oder als Püree servieren. Sogar roh ist der Kürbis genießbar: beispielsweise fein geschnitten oder gerieben im Salat. Und im Ofen gebacken, zubereitet wie Pommes, ist der Kürbis ein leckerer Snack. Immer ein Highlight ist die klassische Kürbissuppe mit Ingwer, die im Herbst nicht fehlen darf.

Für die unter euch, die gerne Süßspeisen essen, gibt der Kürbis auch einiges her: Kuchen, Pudding oder Pancakes mit Kürbis zubereitet sind saftige und abwechslungsreiche Desserts, mit denen ihr eure Gäste überrascht.

Aber das ist noch nicht alles, damit ihr einen Vorrat habt, lohnt es sich Kürbisse einzukochen. Hier gibt es die Variante süß-sauer als Chutney oder Relish, beides passt sehr gut zu Fleisch, Fisch und Käse. Es geht aber auch nur süß, zum Beispiel könnt ihr aus Kürbis eine schmackhafte Marmelade mit Apfel und Vanille kochen. Für alle Beispiele gibt es jede Menge Rezepte im Internet, die ihr ausprobieren könnt.

Ihr seht der Kürbis ist eines der vielfältigsten Fruchtgemüse, welcher nicht nur zum Verzehr geeignet ist, sondern auch noch zum Gebrauchs- und Ziergegenstand werden kann. Wir hoffen, ihr habt genug Infos und Anregungen bekommen, um einiges umzusetzen und neue Erfahrungen zu machen. Wir wünschen euch viel Spaß dabei.

Quellen: