#HauswirtschaftVsCorona Hygiene-Tipps und wichtige Fakten zum Coronavirus

Corona legt Deutschland in einen Dornröschenschlaf. Den benötigen wir auch, wollen wir die rasante Ausbreitung der Viren eindämmen. Auch die Arbeit in unserem Modellprojekt „Hauswirtschaft… immer wieder neu“ hat sich in den letzten Tagen verändert: Schulen sind geschlossen, Workshops fallen aus und unsere Planung kommender Events rückt in den Hintergrund.

Es ist wichtig, das Hygienebewusstsein im öffentlichen und privaten Raum zu schärfen. Hygiene ist unser Metier. Deswegen möchten wir Ihnen auf diesem Wege in den kommenden Tagen wichtige Informationen über das Coronavirus und Tipps zu Hygienemaßnahmen mit an die Hand geben.

Was ist Corona?

Der Name Corona beschreibt im Grunde erstmal nur das Aussehen des Virus: Corona, lat. für Kranz, hat ein kranzförmiges Aussehen und verursacht das schwere, akute Atemwegssyndrom SARS und MERS. Bereits 2002/2003 gab es eine erste SARS-Epidemie, bei der weltweit 774 Menschen starben. Aufgrund der engen Verwandtschaft zu diesem Virus hat Corona den Namen SARS-CoV-2 erhalten. Die Krankheit, die er verursacht wird als Covid-19 bezeichnet.

Welche Symptome hat Corona?  

Experten gehen davon aus, dass sich unweigerlich ein Großteil der Bevölkerung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anstecken wird. Bei den meisten erkrankten Personen nehmen die Symptome bisher einen eher milden Verlauf.

Typische Symptome:

Auftreten der häufigsten Symptome bei COVID-19-Fällen in China (n = 55.924 laborbestätigte Fälle; Stand 20.02.2020).
Quelle: Robert Koch-Institut

Wer zählt zur Risikogruppe?

Bisher verläuft in den meisten Fällen die Erkrankung mild. Es gibt jedoch bestimmte Personengruppen, bei denen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht.

Dazu zählen:

  • Personen mit Vorerkrankungen:
        beispielsweise Herzerkrankung, Asthma, chronische Bronchitis, Lebererkrankungen, Diabetes,           Krebserkrankungen und Patienten mit einem geschwächten Immunsystem
  • ältere Personen (ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher

Kein erhöhtes Risiko haben, so zeigen die bisherigen Fälle, hingegen Kinder und Schwangere. Trotzdem sollten beide Personengruppe Kontakte zu anderen Menschen, wenn es nicht zwingend notwendig ist, vermeiden.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Generell gilt: Menschenansammlungen zu meiden. Um dies zu verhindern, wurden alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen, arbeiten viele bereits in Kurzarbeit oder im Homeoffice und dürfen sich die Schüler über verlängerte Osterferien freuen.

Wichtige Maßnahmen, die dennoch nicht verhindern, dass man mit anderen Menschen und damit Keimen wie Viren in Kontakt kommt. Einfache Grundregeln helfen, eine Ansteckung zu verhindern:

Regelmäßiges Händewaschen: Vielfach erwähnt, hat diese einfache Maßnahme doch eine große Wirkung.Und so geht es: Handflächen, den Handrücken und die Fingerzwischenräume mit Seife unter fließendem warmem Wasser gründlich einreiben. Den Vorgang nicht nur mehrfach am Tag wiederholen, sondern ihm auch mindestens 20-30 Sekunden Zeit einräumen. Nutzen Sie bestenfalls Flüssigseife, da diese hygienischer ist als Stückseife.  

Berühren des Gesichts vermeiden: Im Schnitt berühren wir uns 3,6 Mal pro Stunde im Gesicht. Gerade mit ungewaschenen Händen verteilen wir so unbewusst Keime an wichtigen Körperöffnungen, durch die ungebetene Gäste nur zu gerne eindringen. 

Größeren Abstand halten: In den letzten Tagen ist immer wieder die Rede davon 1,5 bis 2 Meter Abstand zum Gegenüber zu halten. Beherzigen Sie die Empfehlung – gerade, wenn Sie unterwegs sind. Denn das der Abstand zuhause nicht immer einzuhalten ist, ist klar.

Smartphone desinfizieren: Ständig in der Hand und stets am Ohr ist das eigene Smartphone ein potentielles Einfalltor für Viren in den eigenen Körper. Deswegen bitte nicht nur die eigenen Hände waschen, sondern auch regelmäßig das Smartphone zu desinfizieren. 

Husten- und Niesetikette beachten: Man kann es nicht verhindern und soll es auch gar nicht. Aber wenn Sie husten und niesen müssen, dann wenden Sie sich von umstehenden Personen ab und nutzen Ihren Ellenbogen oder ein Tuch als Schutz. So verhindern Sie, dass die Keime über Ihre Hand weitergetragen werden.

Alltagskleidung heiß waschen:Viele Menschen nutzen den eigenen Schal als Mundschutz und die Jacke als Handschuh, um unterwegs Knöpfe und Klinken zu betätigen. Man geht davon aus, dass das Coronavirus mindestens 72 Stunden, wenn nicht gar neun Tage auf Oberflächen überlegen kann. Doch wie oft wäscht man seine Alltagskleidung eigentlich? Zu selten. Deswegen nutzen Sie die Zeit, die sie gerade haben und waschen Sie mal wieder Ihre Jacken.

Drei nützliche Links gegen Corona

Falls Sie Symptome zeigen, melden Sie sich beim Gesundheitsamt.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie sich infiziert haben, hilft Ihnen diese App der Charité Berlin weiter, die Ihnen nach dem Ausfüllen eines Fragebogens weitere Handlungsempfehlungen mitgibt: www.covapp.charite.de

Aktuelle Hinweise zu Corona finden Sie außerdem auf der Webseite des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: www.116117.de/de/coronavirus.php

Und beim Robert Koch Institut: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html