Gute-Laune-Macher und noch viel mehr: Die ersten Frühlingsblumen

Jedes Jahr nach den langen grauen Tagen im Winter, wenn endlich die heiß ersehnten Sonnenstrahlen wieder unser Gemüt erfreuen, erwachen auch die ersten Frühblüher. So nennt man sie, die Vorboten des Frühlings, sie entfalten sich zu bunten Blütenteppichen in der Landschaft und erfreuen unser Auge. Warum ihr sie besser auf der Wiese lassen solltet und was einige von ihnen noch zu bieten haben erfahrt ihr hier.

Welche Blumen sind Frühblüher?

Frühblüher sind meist Knollen- und Zwiebelblumen, die ihren natürlichen Standort auf Bergwiesen, im Wald und naturbelassenen Landschaften haben. Die ersten Blumen im Jahr, die schon im Ende Januar bei Sonnenschein durch die Schneedecke brechen, sind Schneeglöckchen und Winterlinge. Kurz danach erblühen Krokusse in leuchtenden Farben, gefolgt von Märzenbechern, Hyazinthen, Narzissen und Tulpen – um die bekanntesten zu nennen. Sie alle halten den kalten Temperaturen stand und nehmen ihre gespeicherte Energie aus den Knollen, Zwiebeln und Rhizomen (unter der Erde, waagerecht verlaufende, Sprossachse, durch die diese Pflanzen miteinander verbunden sind.)

Alleskönner-Tipp: Die meisten der Frühblüher sind giftig, deshalb solltet ihr auf einen Blumenstrauß aus wildwachsenden Frühlingsblumen verzichten, zumal die Blütenpracht zu Hause in der Vase schnell verblüht.

Frühblüher im Wohnzimmer:

Natürlich wollen wir uns die ersten Frühlingsblumen auch ins Wohnzimmer holen. Kauft dann aber Tulpen oder Narzissen als Schnittblumen. Länger haltbar sind Hyazinthen oder andere Zwiebelblumen im Töpfchen. Besonders dekorativ sind sie zusammen mit etwas Moos und Zweigen. In Glasbehältern oder wasserdichten Körbchen könnt ihr euer eigenes, ganz individuelles Blumenarrangement kreieren. Anregungen für solche Blumengestecke findet ihr genug im Internet.

Frühblüher im Garten und auf dem Balkon:

Wenn ihr einen Garten oder einen Balkon habt, lohnt es sich Frühlingsblumen einzupflanzen, denn sie verkürzen die Wartezeit auf eine bunte Blütenpracht im Sommer. Zu den klassischen Frühblühern gehören Zwiebelblumen und sie werden, wie ihr wahrscheinlich auch wisst, schon im Herbst als Zwiebel eingepflanzt. Wer das versäumt hat, kann dennoch Frühlingsblumen in die Erde pflanzen. Zum Beispiel könnt ihr jetzt Traubenhyazinthen, Narzissen und Primeln einpflanzen. Dann habt ihr eine bunte Mischung, die schön für euer Auge ist und zudem für Bienen und Hummeln eine erste Nahrungszufuhr bietet.

Frühblüher als erste Nahrungsquelle für Insekten:

Der Übergang vom Winter zum Frühling bietet den Insekten wenig blühende Sträucher, Bäume und Blumen. Daher sind die frühen Blütenteppiche in der Natur eine wichtige Nahrungsgrundlage für Bienen, Hummeln und anderen Insekten. Besonders in der Stadt freuen sich Biene und Co über jeden Frühblüher im Garten und auf dem Balkon, da hier das Angebot an Nahrung noch geringer ist. Ihr könnt mit eigenen Frühblühern einen ökologischen Beitrag zum Bienensterben leisten. Denn bereits bei den ersten Plusgraden suchen zum Beispiel Hummeln schon Nahrung, um ihre Völker aufzubauen. Nektar und Pollen sind dabei wichtig für die Versorgung der Larven. Je mehr die Insekten davon sammeln, desto gesünder und widerstandsfähiger sind ihre Nachkommen.

Frühblüher essbar und als Medizin:

Obwohl die meisten Frühblüher giftig sind, gibt es doch einige, die nicht nur essbar sind, sondern sehr lecker schmecken und teilweise medizinische Anwendung finden. Zum Beispiel Bärlauch, mit seinem stark würzigen Knoblauchduft, wird er sehr gerne in der Küche verwendet, als Pesto oder würzige Beimischung im Salat. Zudem sagt man ihm eine starke Reinigungskraft für Blut und Darm nach. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn Bärlauch ist leicht mit den giftigen Maiglöckchen zu verwechseln. Hier könnt ihr euch nur am intensiven Knoblauchgeruch orientieren, den der Bärlauch aufweist.

Die Blüten der Schlüsselblume wirken, als Tee zubereitet, hustenstillend und schleimlösend und ihre schmackhaften Blüten werden als essbare Dekorationen verwendet. Das Lungenkraut ist ebenfalls ein Frühblüher und wie der Name schon sagt, soll es, als Tee zubereitet, ein Heilmittel für die Lunge sein aber auch bei Blasenentzündung und Erkältungen helfen. Seine Blüten eignen sich für Salate und Quarkspeisen und die Blätter können wie Spinat gegart werden.

Es gibt noch mehr Frühblüher, die als Tee zubereitet oder in anderer Form als Medizin angewendet werden oder essbar sind. Doch oft darf man nur geringe Mengen zu sich nehmen, da sie sonst schädlich für den menschliche Körper sind. Daher unser Rat: Erkundigt euch genau über Pflanzen, die ihr essen wollt, wie ihr sie zubereiten könnt und in welchen Mengen sie genießbar sind.

Wir wünschen euch viel Spaß mit den Frühblühern und freuen uns über euer Feedback.

Quellen