Dosen-Upcycling: Ganz leicht selber machen!

Das Umwandeln von nutzlosen Abfallprodukten liegt klar im Trend. STICHWORT: Upcycling. Hierfür können vielfältige Stoffe genutzt werden, sodass wir uns überhaupt erstmal entscheiden mussten. Unsere Wahl fiel dabei auf das stilvolle und kreative Verschönern von Dosen. Und das ist sowohl für Groß und Klein ein Vergnügen und bietet sehr viel Spielraum nachhaltig kreativ zu sein.

Das wird einem vor allem bewusst, wenn man sich Online die ganzen Möglichkeiten anschaut, die es mittlerweile gibt Konservendosen für den Alltag nutzbar zu machen. Wir möchten euch gerne ein paar Ideen zeigen, die ihr ganz leicht selber nachmachen könnt. Wir sagen nur: Lasst das Upcycling beginnen!

Strahlendes Dosenlicht

Dosenlichter kann man zu jeder Jahreszeit gut gebrauchen. Sei es im Sommer, wenn wir auf der Terrasse nicht im Dunklen sitzen möchten oder im Herbst damit uns ein helles und warmes Licht den regnerischen Tag verschönert. Hier findet ihr eine Anleitung zu einem besonders schönen Dosenlicht. On top: Ihr könnt dieses Dosenlicht zu einer Dosenlaterne umfunktionieren. Aber mehr dazu im Anschluss.

Für unser Dosenlicht benötigt ihr die folgenden Materialien:

  • 1 Konservendose
  • 1 Nagel & Hammer
  • 1 Wunschmotiv deiner Wahl auf ein Blatt Papier gedruckt
  • 1 Stift
  • Wasser
  • Acryllack (ein oder mehrere Farben)

OPTIONAL I Für die Dosenlaterne:

  • Draht

Und so bastelt ihr aus den Materialien unser schönes Dosenlicht:

Schritt 1:

Füllt in eure Konservendose Wasser und stellt sie ins Gefrierfach. Somit verhindert ihr, dass sich die Dose beim Löcher hämmern verformt.

Schritt 2:

Während die Dose im Gefrierschrank ist, könnt ihr euch schon mal ein Motiv aussuchen und dieses ausdrucken. Ihr könnt euch natürlich auch selbst eins aufmalen oder abpausen. Damit die Abstände der Löcher später ziemlich gleich sind, könnt ihr auf eurem Motiv-Umriss Punkte im gleichen Abstand aufmalen.

Schritt 3:

Bevor ihr mit dem Hämmern beginnt, solltet ihr euch eine Unterlage drunter legen. So kann die Dose nicht so leicht wegrollen. Die Motiv-Vorlage befestigt ihr einfach mit Gummibändern und dann könnt ihr beginnen, den Nagel auf die vorgezeichneten Punkte zu setzen und vorsichtig los zu hämmern.

Schritt 4:

Wenn das Motiv fertig ist, könnt ihr es in einer oder mehreren Acryllack-Farben eurer Wahl bemalen.

OPTIONAL I Für die Dosenlaterne: Wenn ihr mit allem fertig seid, macht ihr oberhalb der Dose zwei Löcher und befestigt einen Draht für den Griff. Dann habt ihr wie angekündigt eine Dosenlaterne.

Praktische Besteckhalterdose

Etwas kniffliger wird es bei der Herstellung einer Besteckhalterdose. Denn hier benötigt ihr mehr handwerkliches Geschick. Aber das sollte euch nicht aufhalten euch auch an dieser Upcycling-Variante auszuprobieren. Denn der Aufwand lohnt sich und ist sicher ein Blickfang für euch und eure Gäste.

Für unsere praktische Besteckhalterdose benötigt ihr die folgenden Materialien:

  • 1 Brett (Höhe 25–30 cm x Breite ca. 20–25 cm)
  • 6 Dosen mit Laschen zur Schnellöffnung (Füllmenge 400 ml)
  • ggf. Henkel für das Brett (lässt sich einfach selber machen)
  • ggf. Schnur oder Lederband
  • 1 Holzstäbchen
  • 6 kleine Holzschrauben für die Dosen
  • 2 Schraubenzieher: klein und groß
  • 2 dicke Schrauben für den Henkel
  • Bohrer zum Bohren der Löcher für den Henkel
  • Säge
  • Feile
  • Feines Schmirgelpapier
  • Große und kleine Malerpinsel zum Streichen (evtl. Farbrolle)
  • Sprühfarbe oder Kreidefarbe zum Streichen

 

Und so bastelt ihr aus den Materialien unsere praktische Besteckhalterdose:

Schritt 1:

Zuerst müsst ihr ein etwa 1,5 – 2 cm dickes Brett zusägen. Im Idealfall direkt ein altes Frühstücksbrett mit Metallgriff oder ein Brett mit einem länglichen Loch verwenden. Griff bzw. Aussparung dienen später als Griff für den Besteckhalter. Alternativ könnt ihr auch alte Griffe oder ein Lederband verwenden. Für den Fall, dass keine Aussparungen vorhanden sind, müsst ihr zwei Löcher für den Henkel bohren und ihn mit zwei dicken Schrauben am Brett befestigen. 

Schritt 2:

Danach das Brett mit feinem Schmirgelpapier etwas anschleifen und vom verbleibenden Staub befreien. Die Sägekante glättet ihr mithilfe einer Feile.

Schritt 3:

Nun das Brett mit Pinsel oder Rolle streichen und anschließend vollständig trocknen lassen. Hierfür ist selbstgemachte Kreidefarbe mit Schlämmkreide sehr gut geeignet.

Schritt 4:

Inzwischen die Konservendosen gründlich waschen und von Banderole und Kleberresten befreien. Das Ganze anschließend gründlich abtrocknen. Prüft dabei, ob es scharfe Schnittkanten gibt. Grundsätzlich sollten diese jedoch bei Konservendosen mit Laschen zur Schnellöffnung nicht vorhanden sein und in der Regel glatte Kanten vorweisen.

Schritt 5:

Die Dosen auf eine Unterlage stellen und zuerst von innen streichen. Diese leicht antrocknen lassen und abschließend die Außenseite streichen. Damit ihr die Dose nicht mit den Fingern festhalten müsst.

Alleskönner-Tipp: Ihr könnt ein Holzstäbchen verwenden, um die Dose nicht mit den Fingern festhalten zu müssen. So bleibt ihr frei von Farbe.  ist ein Holzstäbchen nützlich.

Schritt 7:

Sobald die Farbe angetrocknet ist, müssen die Farbreste vom Rand beseitigt werden. Hierfür könnt ihr vorsichtig feines Schmirgelpapier oder einen Spachtel nutzen.

Schritt 8:

Nun die erste Dose genau in der Mitte des Brettes anbringen und mit einem spitzen Schraubenzieher oder einem Nagel ein Loch in das Weißblech bohren. Danach die Dose mit einer kleinen, spitzen Holzschraube am Brett befestigen und dabei bitte darauf achten, dass die Schraube nicht zu lang ist, da das Brett nur 1 – 2 cm dick ist.

Schritt 9:

Nun nach und nach die weiteren Dosen auf dieselbe Weise am Brett befestigen.

Schritt 10:

Sobald alle Dosen festgeschraubt sind, ist der Besteckkasten fertig und kann dekoriert werden. Ihr könnt zusätzlich eine Schnur oder ein Lederband für mehr Stabilität um die Dosen und das Brett herumbinden.

Und schon habt ihr auch diese Upcycling-Variante fertig und könnt euch an dieser erfreuen.

 

Kleine Info am Rande

Bei unserer Recherche zum Dosen-Upcycling sind wir auf Hinweise zum gesundheitsschädlichen Polymer Bisphenol A als Lackbeschichtung von Konservendosen gestoßen. Hier möchten wir noch kurz drauf eingehen.

Das Polymer Bisphenol A in Dosen

Geht es um Konservendosen wird man in Internetbeiträgen stetig auf den umstrittenen Stoff Bisphenol A als Lackbeschichtung hingewiesen.

Hier möchten wir gerne den einen oder anderen beruhigen: Bereits 2015 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein Gutachten zur umfassenden Neubewertung der Exposition gegenüber Bisphenol-A und dessen Toxizität. Demnach kommen diese zum Schluss, dass BPA bei der derzeitigen Verbraucherexposition für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt. Demnach liegt die Exposition über die Ernährung bzw. eine Kombination verschiedener Quellen deutlich unter der Obergrenze. Seit 2018 wurde trotz dieser beruhigenden Nachricht, der Grenzwert für BPA um mehr als das zehnfache gesenkt.

Und noch eine positive Meldung: Weltweit erforscht die Lebensmittelindustrie derzeit an alternativen Dosenlacken um die BPA-haltigen Lacke abzulösen. Dabei gibt es zum Beispiel schon die ein oder andere zukünftige Alternative.

Das heißt, ihr könnt euch weiterhin ans Upcycling von Dosen machen. Zeigt uns doch eure Ergebnisse und teilt sie unter den Beitrag zum Blogtext auf unseren Social-Media-Kanälen.

Quellen