Digitalisierung in der Hauswirtschaft

Digitalisierung und Hauswirtschaft? Das passt doch nicht zusammen! Oder etwa doch? Tatsächlich werden viele technische Geräte im Haushalt immer smarter. Aber das ist nur der erste Schritt von vielen Prozessen. Denn auch die Hauswirtschaft befindet sich an einem Wendepunkt, an dem die Digitalisierung eine immer größere Rolle einnimmt.

Was bedeutet Digitalisierung?

Unter dem Begriff Digitalisierung werden sowohl die digitale Umwandlung analoger Prozesse als auch die digitale Darstellung sowie die Durchführung von digitaler Kommunikation und digitalen Informationen verstanden. Darüber hinaus wird mit diesem Begriff auch die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen verbunden. Also im Allgemeinen die digitale Revolution.

Hauswirtschaft wird digital

Die Chancen der Digitalisierung im Bereich Hauswirtschaft werden von hauswirtschaftlichen Betrieben immer stärker genutzt. Sei es bei automatisierten Lebensmittelbestellungen in der Speisenversorgung, bei der digitalen Überwachung von Kühlketten oder in den Wäschereien. Auch das Nutzen vernetzter Geräte, wie beispielsweise Tablets, ist innerhalb der Betriebe immer gängiger. Demnach müssen sich Hauswirtschafter*innen nicht mehr wie früher durch Zettelberge kämpfen, um den Überblick zu behalten, sondern sind nur einen Klick von den wichtigsten Ablaufplänen entfernt.

Das Ziel des Ganzen ist es das Arbeiten innerhalb der Betriebe effizienter zu gestalten und somit den Arbeitsalltag für alle zu erleichtern. Ein Bestreben, dem sich jeder Betrieb gerne widmet – auch die hauswirtschaftlichen Betriebe.

Digitalisierung im Marketing

Auch im Marketingbereich, welcher ebenfalls in das Tätigkeitsfeld des Hauswirtschafters bzw. der Hauswirtschafterin hineinfällt, ist die Digitalisierung schon lange angekommen. Damit Hauswirtschafter*innen Interesse für Ihre Betriebe gewinnen, bedienen sie sich Marketinginstrumenten, die unter anderem auch das Durchführen von Öffentlichkeitsarbeit und Maßnahmen der Verkaufsförderung beinhalten. Hierbei erstellen sie Flyer, Angebotsprogramme, Speiseplanaushänge, Rundbriefe sowie Einladungen zu Informationsabenden über digitale Programme.

Digitale Ausbildung: Hauswirtschaft 2.0

Der digitale Wandel beeinflusst auch die Auszubildenden in der Hauswirtschaft. Seit dem 01.08.2020 gilt die Neuordnung des Ausbildungsberufs Hauswirtschafter*in, bei dem im Bereich Inhalt und Struktur der Ausbildung die Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit im Fokus steht. Bei der Vermittlung dieser integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten werden die Auszubildenden angehalten, sich unter anderem über Produkte, Dienstleistungen und Marketingstrategien zu informieren und ein Vermarktungsprojekt durchzuführen. Bei diesem setzen die Auszubildenden unterschiedliche Instrumente unter Berücksichtigung von Datenschutz und Informationssicherheit ein und erhalten dadurch fundiertes Wissen im Bereich personenbezogener Daten und der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).

Ausblick

Die bereits vorherrschende digitale Transformation ist ein fortlaufender Veränderungsprozess. So wird es auch in Zukunft interessant zu beobachten sein, wie sich die Entwicklung in den hauswirtschaftlichen Betrieben gestaltet. Ob vermehrt Smart-Homes-Gadgets, wie beispielsweise vernetzte Küchengeräte mit integrierten Apps zur Anwendung kommen oder auch Robotertechnik, wie Reinigungsroboter, zur Unterstützung der Hauswirtschafter*innen eingesetzt werden, wird sich zeigen. Grundsätzlich ist es jedoch unabdingbar, dass Hauswirtschafter*innen sowie Auszubildende in dieser Entwicklung begleitet, unterstützt und geschult werden.

Wie ihr seht wird im Zeitalter des digitalen Wandels zur Schulung der Auszubildenden einiges getan. Das Projekt „Hauswirtschaft… immer wieder neu!“ wird dies weiterhin mit Spannung beobachten und bei Zeiten wieder berichten.

Quellen: