Die Zucchini: Das perfekte Einsteigergemüse

Wer noch nicht im Gemüseanbau geübt ist, sollte sich an die Zucchini wagen und hier erste Erfahrungen bei der Anpflanzung im Garten sammeln. Die Zucchini gilt als eines der besten Einsteigergemüse, denn sie gehört zu den pflegeleichten und ertragsreichen Gemüsesorten. Ihre Früchte sind reich an wichtigen Inhaltsstoffen wie Kalzium, Magnesium, Eisen, B-Vitaminen, Vitamin A und Vitamin C. Damit ist die Zucchini ebenfalls sehr gesund. Als leichtes Sommergemüse hat sie zudem ein hohes Ansehen in der mediterranen Kochtradition. Das zeigt sich auch an dem „Tag der Zucchini“, welcher jedes Jahr am 7. Mai in Italien gefeiert wird.

Herkunft der Zucchini

Die Zucchini stammt ursprünglich aus Mittelamerika und kam im 17. Jahrhundert mit Seefahrern nach Europa. Zunächst verbreitete sich die Zucchini innerhalb Europas in Italien, Frankreich und Spanien. Seit den 1970er Jahren ist sie auch vermehrt in deutschen Gärten anzutreffen. Hier können die Zucchini-Pflanzen in Beeten mit einem lockeren, humosen (sehr reich an Hummus) und nährstoffreichen Boden bei viel Sonnenlicht, Wärme und Wasser gut gedeihen. Die bekannteste Zucchini-Sorte hierzulande ist die „Zuboda“.  Die reifen Früchte aus deutschem Anbau sind nur von Juni bis Oktober in unseren Lebensmittelmärkten erhältlich. Die restlichen Monate stammen die Lieferungen aus Spanien, Italien, Frankreich, der Türkei und den Niederlanden.

Aussehen und Geschmack

Einige Zucchini-Sorten können leicht mit der Schlangengurke verwechselt werden. Jedoch gehört die Zucchini, auch wenn sie mit der Gurke um einige Ecken verwandt ist, einer Züchtung aus dem Gartenkürbis an. Das erklärt auch, warum die Zucchini das Potential hat Kürbisdimensionen mit mehreren Kilogramm Gewicht zu erreichen. Doch ist die Kürbisgröße bei den Zucchini nicht unbedingt von Vorteil, den hier lautet die Devise: Je kleiner, desto aromatischer.

Achtung ist geboten, wenn die Frucht bitter schmeckt. Denn werden die Zucchini-Pflanzen in der Nähe von Zierkürbissen gepflanzt, können sich eigentlich herausgezüchtete Cucurbitacine in den Früchten wieder anreichern. Diese Bitterstoffe verursachen beim Verzehr Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen, Durchfallerkrankungen und bei großer Verzehrmenge Darmschäden.

Doch mit diesem Hinweis und unseren folgenden Tipps für den Anbau der Zucchini-Pflanzen kann euch das nicht passieren.

Anbau der Zucchini

Zucchini-Samen säen und vorziehen

Ab Mitte April werden die Samen der Zucchini gemeinsam in kleine Aussaatschalen oder Töpfen mit nährstoffarmer Erde im Haus oder Gewächshaus gesät. Hierbei sollte die Saattiefe in den Aussaatschalen oder Töpfen bei zwei bis drei Zentimetern liegen. Für eine erfolgreiche Keimung wird eine Temperatur von 18 °C bis 20 °C und ein Boden, welcher regelmäßig feucht gehalten wird, benötigt. Nach sieben bis zehn Tagen zeigen sich die ersten Zucchini-Keimlinge.

Tipp: Wer möchte, kann auch eine direkte Aussaat von Zucchini-Samen im Freiland ab Mitte/Ende Mai durchführen. So kann man sich das Vorziehen und das Pikieren ersparen. Jedoch müssen die Angaben, wie sie beim Auspflanzen der Zucchini aufgeführt sind, bei der Aussaat der Samen beachtet werden.

Zucchini-Keimlinge pikieren

Sobald die Keimlinge nach den Keimblättern die ersten Laubblätter bekommen, sollten sie pikiert werden und damit einzeln in Töpfe mit nährstoffreichem Substrat umgesetzt werden. Pikieren stammt aus dem französischen („piquer“) und bedeutet stechen. Im Gartenfach beschreibt es jedoch mehr das Umsetzen von Keimlingen. Beim Pikieren der Zucchinipflanzen werden die Keimlinge mit einem Pikierstab, Löffel oder hölzernen Eisstiel herausgehoben. Die Pflanzen sollte man bei diesem Vorgang anfassen, um Verletzungen und Quetschungen an Stiel und Wurzel zu vermeiden. So werden die einzelnen Pflanzen jeweils in halbvolle Töpfe gesetzt und die restliche nährstoffreiche Erde hinzugegeben. Nun heißt es, die Pflanzen weiterhin reichlich zu wässern.

Zucchini-Pflanzen auspflanzen

Die Jungpflanzen können ab Mitte Mai draußen an einem sonnigen Platz gepflanzt werden. Wichtig ist zu beachten, wenn die Pflanzung nach draußen verlagert wird, dass kein Spätfrost mehr zu erwarten ist. Außerdem sollte jede Zucchini-Pflanze allein ein Quadratmeter Fläche mit nährstoffreicher Erde zur Verfügung haben, damit sie sich gut ausbreiten kann und vor Infektionen mit Pilzen geschützt ist. Bei schmaleren und kletternden Sorten, die an einem Rankgitter aufgebunden werden, sollte ein Abstand von 60 bis 80 Zentimeter eingehalten werden. Wenn all diese Bedingungen gegeben sind, können nach acht Wochen zahlreiche Früchte an dieser ertragsreichen Pflanze erwartet werden.

Schon gewusst:
Ihr könnt Zucchini-Pflanzen nicht nur im Garten anpflanzen, sondern auch auf dem Balkon: beispielweise in großen Pflanzenkübeln oder in Pflanzensäcken. Von Vorteil ist hier ein sonniges Plätzchen.

Wir hoffen, wir haben euer Interesse dafür geweckt euch selber im Gemüseanbau zu probieren. Wir wünschen euch viel Erfolg dabei!

Quellen