Die Geschichte der Erdbeere

Süß, rot und saftig, frisch gegessen, verarbeitet zu einem leckeren Dessert oder haltbar gemacht als Marmelade, sie ist beliebt in jeder Variante. Die Erdbeere wird auch als „Königin des Gartens“ bezeichnet und gehört zur Lieblingsfrucht der Deutschen. Jeder Einwohner verzehrt, laut Statista im Durchschnitt rund 3,5 Kilo Erdbeeren pro Jahr. Doch woher stammt sie eigentlich? Wir erzählen es euch.

Die Erdbeere ist eigentlich keine Beere

Die Erdbeere gilt als Königin der Beeren, doch botanisch gesehen ist sie keine Beere sondern eine Sammelnussfrucht. Die kleinen, geblichen Körnchen, die sich auf der Oberfläche befinden sind die eigentlichen Früchte. Die Erdbeere gehört zu den Rosengewächsen und ihr botanischer Name ist fragaria, was „duften“ bedeutet.

Der Ursprung der Erdbeere

Ihr Ursprung geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Damals wurden Walderdbeeren erstmals nur gesammelt und gegessen. Man neigt dazu bei der Erdbeere zu glauben, dass sie aus Europa kommt, sie gedeiht hier prächtig und zählt zu den heimischen Lebensmitteln. Ihre Kultivierung begann jedoch erst im 14. Jahrhundert.

Damals wurden verschiedene Sorten der Walderdbeere angebaut, die mit der heutigen Erdbeere nichts mehr gemeinsam hat. Nach der Entdeckung Amerikas fanden Siedler eine neue, größere Art von Erdbeeren, die erst später nach Europa gelangten. Um 1750 entstand in Amsterdam aus einer zufälligen Kreuzung, eine neue Sorte, die sogenannte „Ananas-Erdbeere“. Aus dieser Mischform entstand unsere heutige Gartenerdbeere. Inzwischen existieren weit über tausend Sorten und es kommen immer weitere hinzu, während alte Sorten nach und nach verschwinden.

Erntezeiten der Erdbeere

Ab Anfang April kann man Erdbeeren aus Spanien und den Niederlanden kaufen, die in Gewächshäusern oder in Folientunnels angebaut wurden. Freilanderdbeeren folgen aus deutschem Anbau je nach Witterung von Mai bis August und sie schmecken am besten frisch geerntet, da sie sehr schnell ihr Aroma verlieren. Erdbeeren reifen nicht nach, deshalb sollte man auf Farbe und Glanz achten. Die empfindlichen Früchte halten sich ungewaschen bis zu zwei Tagen im Kühlschrank. Danach verlieren sie an Geschmack und werden matschig, deshalb so schnell wie möglich aufessen – aber bei der leckeren Frucht müssen wir euch das vermutlich nicht zweimal sagen.

Quellen: