5 Tipps gegen Winterblues

Zu kalt und zu dunkel? Der Winter kann ganz schön ungemütlich werden und uns damit auch sehr aufs Gemüt schlagen. Wer den ganzen Tag müde und erschöpft durch den Alltag kommen muss, kann in eine gedrückte Stimmung kommen. Da wir leider keinen gemütlichen Winterschlaf bis zum Frühling halten können, müssen wir andere Wege finden um den sog. Winterblues loszuwerden. Was genau das ist und wie du ihm mit fünf einfachen Tipps zuvorkommen kannst erfährst du hier.

Was ist ein Winterblues?

Der Winterblues ist eine saisonal abhängige Stimmungsveränderung und ist von den Merkmalen her im Prinzip eine abgemilderte Version der Winterdepression, hat mit einer echten Depression aber nichts zu tun. Er tritt in der Regel in den Wintermonaten ab November auf und verschwindet mit Beginn des Frühjahrs wieder von alleine. Zu den typischen Symptomen zählen gesteigerter Appetit, gedrückte Stimmung, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit und Gereiztheit.

Verursacht wird der Winterblues unteranderem durch einen veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus: Wenn es früher dunkel wird fällt weniger Tageslicht in die Augen. Das sorgt dafür, dass das „Schlafhormon“ Melatonin ausgeschüttet wird und wir bereits tagsüber schon müde werden. Hinzukommt, dass durch die vermehrte Produktion von Melatonin das „Glückshormon“ Serotonin umgewandelt werden muss. Der dadurch gesunkene Serotoninspiegel wirkt sich negativ auf das Gemüt aus, denn Serotonin ist ein natürlicher Stimmungsaufheller. Das Gehirn versucht den Mangel mit Zucker auszugleichen, dadurch entstehen die vermehrten Heißhungerattacken im Winter.
Auch vermehrter (Weihnachts-) Stress, erhöhter Druck und kaltes Wetter können mitursächlich für den Winterblues sein.

Tipp 1: Raus gehen!

Auch wenn die Sonne sich hinter dicken Wolken versteckt, ist draußen ausreichend Tageslicht vorhanden um eine übermäßige Produktion des „Schlafhormons“ Melatonins zu verhindern. Ein ausgiebiger Spaziergang für mindestens eine halbe Stunde bringt den Körper in Schwung und regt den Kreislauf an, was ebenfalls gegen Müdigkeit hilft. Wer trotzdem tagsüber in geschlossenen Räumen verbringen muss, sollte versuchen durch die Fenster so viel natürliches Licht hereinzulassen wie möglich.

Tipp 2: Rhythmus halten!

Trotz Home-Office und Schule von Zuhause solltest du versuchen einen Tagesrhythmus einzuhalten. Lege dir bestimmte Zeiten fest, in denen du arbeitest bzw. lernst und Zeiten in denen du Pausen machst. So kannst du auch Pausen an der frischen Luft optimal einplanen und diese mit einer sportlichen Aktivität wie einem Spaziergang (siehe Tipp 1) kombinieren. Ein Rhythmus wird dir auch dabei helfen deinen Schlaf zu regulieren, damit du weder zu wenig noch zu viel Schlaf bekommst. Denn beides wirkt sich langfristig negativ auf deinen Schlaf-Wach-Rhythmus aus.

Tipp 3: Sport treiben!

Sport ist anstrengend, tut aber gut! Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, stärkt nicht nur sein Immunsystem, sondern steigert auch das Wohlbefinden. Beim Schwitzen und Strampeln schüttet der Körper viele Glückshormone aus, die sich nachweislich positiv auf die Stimmung auswirken und Verstimmungen vorbeugen. Außerdem wird durch die ausgeschüttete Energie Stress abgebaut, was förderlich für einen guten Schlaf und Erholung ist.

Um mit dem Sport zu beginnen, muss man nicht sofort Marathonstrecken laufen. Es reicht für den Einstieg ein täglicher Spaziergang für mindestens eine halbe Stunde mit eingebauten Laufabschnitten, in denen du eine kurze Strecke joggst. So gewöhnst du dich und deinen Körper behutsam an die regelmäßige Anstrengung. Du wirst selbst merken, dass du mit der Zeit belastbarer wirst. Dann kannst du dich auch an andere Sportarten herantasten.

Tipp 4: Den Kopf anregen!

Zugegeben: Wir alle haben uns in der Lockdown-Zeit insgeheim auch auf Serien-Marathons gefreut und uns in Jogginghose auf der Couch Binge-watching-like einen Film nach dem anderen reingezogen. Für eine kurze Zeit ist das auch absolut in Ordnung. Dauerhaft tun wir weder unserem Körper noch unserem Kopf gut. Die ständige Reizüberflutung, die wir unserem Gehirn mit den vielen Filmen und Serien regelmäßig antun, kann dauerhaft sehr unangenehm werden und eine Verstimmung fördern.

Damit das Gehirn wieder aktiv zum Denken aufgefordert ist, solltest du ihm etwas „Futter“ geben. Ein schönes Buch, inspirierende Musik, ein Puzzle oder einfach ein Blatt Papier, auf dem du zeichnest, können wahre Wunder wirken. Dein Gehirn wird aktiviert und du wirst schnell merken wie sich das positiv auf deine Stimmung auswirken kann, den Fernseher für ein paar Stunden abgeschaltet zu lassen. Vielleicht gibt es auch Hobbys, denen du gerne nachgehst, für die du aber lange keine Zeit mehr hattest? Jetzt ist die Gelegenheit!

Tipp 5: Den Sommer ins Haus holen!

Wenn es draußen eisig kalt ist, kommt das Sommerfeeling nicht immer von alleine. Wie gut, dass du hierbei nachhelfen kannst. Hier ist natürlich deine persönliche Vorliebe gefragt, aber dir wird sicher etwas einfallen, was du mit dem Sommer verbindest. Hier haben wir für dich ein paar Ideen:

  • Mit deiner Lieblingsmusik, die dich an einen warmen Strand versetzt eine Mini-Tanzparty im Wohnzimmer
  • Frische duftende Blumen oder grüne Zimmerpflanzen
  • Leckere sommerliche Rezepte nachkochen
  • Ein warmes Bad nehmen
  • Dein persönliches Wellnessprogramm.

Wie du siehst, ist hier deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt!

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Die hier aufgeführten Hinweise, dienen zu rein informativen Zwecken und ersetzen keine ärztliche Diagnose. Bei einem Verdacht auf eine ernsthafte depressive Erkrankung, wende dich umgehend an einen Arzt oder die Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start

Quellen: